Nach langer Pause

Schweinsteiger steigt ins Team-Training ein

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Es geht weiter aufwärts bei Bastian Schweinsteiger.

München - Das Warten hat für Bastian Schweinsteiger ein Ende: Am Dienstag ist der Langzeitverletzte wieder ins Mannschaftstraining des FC Bayern München eingestiegen.

Bastian Schweinsteiger war eingemummelt wie ein Skilangläufer beim Schneetraining, doch ansonsten wieder ganz der Alte. Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft meldete sich am Dienstag bei Bayern München mit einem Traumtor per Seitfallzieher bei seinem ersten Mannschaftstraining seit vier Monaten standesgemäß zurück. Schweinsteigers Comeback „noch 2014“, wie es zuletzt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge angekündigt hatte, steht offenbar nichts mehr im Wege.

Ein dickes, schwarzes Stirnband, rote Handschuhe und eine schwarze Strumpfhose unter den kurzen, blauen Fußballershorts: Schweinsteiger hatte sich trotz angenehmer zehn Grad am Bayern-Klubgelände an der Säbener Straße warm angezogen. Einige der jüngeren unter den rund 150 Fans jauchzten vor Freude, als sie ihren „Fußballgott“ endlich wieder auf dem Platz sahen. Sein Bruder Tobias schaute zu, als Pep Guardiola mit dem Rückkehrer zu Beginn der 70-minütigen Einheit abklatschte. Der Coach will Schweinsteiger jetzt „ohne Druck“ und „Schritt für Schritt“ wieder heranführen, wie er betonte.

Zumindest bei seinem ersten Auftritt brauchte der Weltmeister keinen langen Anlauf: Bei einem Trainingsspielchen war der 30-Jährige schon wieder der Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff, der er auch beim FC Bayern und der Nationalmannschaft sein soll. Als ein Führungsspieler gefordert war, eine kleine Rangelei zwischen Franck Ribery und Mitchell Weiser zu beenden, ließ er jedoch Bayern-Kapitän Philipp Lahm den Vortritt.

Nach der Einheit schwitzte Schweinsteiger, der seit dem WM-Finale am 13. Juli in Rio de Janeiro wegen Problemen mit der Patellasehne kein Pflichtspiel mehr bestritten hat, noch bei ein paar Läufen an der Seite seines Kollegen Sebastian Rode. Später gab er lächelnd einige wenige Autogramme für die beseelten Anhänger.

„Seine Laune ist in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Er macht gute Fortschritte“, berichtete Schweinsteigers Teamkollege Jerome Boateng aus dem Lager der Nationalmannschaft. Dort schnupperte der Rekonvaleszent am Montag bei der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts und der Film-Premiere von „Die Mannschaft“ ein letztes Mal WM-Luft. Als Nachfolger des zurückgetretenen Lahm auf den Platz führen wird Schweinsteiger die Weltmeister aber frühestens am 25. März, wenn die DFB-Elf das Länderspieljahr 2015 in Kaiserslautern gegen Australien eröffnet.

„Wenn es in den vergangenen Jahren darauf ankam, hat er immer große Verantwortung übernommen. Schauen Sie sich nur das Bild vom Finale an, was er da geleistet hat“, hatte Bundestrainer Joachim Löw die Wahl Schweinsteigers Anfang September begründet. Der Münchner gilt aufgrund seiner herausragenden kämpferischen Leistung bis hin zum Blutvergießen als einer der Schlüsselspieler für das 1: 0 n.V. im Endspiel gegen Argentinien.

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Für die Bayern könnte Schweinsteiger frühestens nach der Länderspielpause der Bundesliga am 22. November gegen 1899 Hoffenheim wieder auflaufen. Bei seinem einzigen Kurzeinsatz seit der WM, auf der USA-Reise der Münchner, hatte er sich Anfang August bei einem Foul eine Knöchelprellung zugezogen. Er habe „Glück gehabt“, sagte Schweinsteiger danach, die Verletzung sei „nichts Dramatisches“. Dennoch fehlte er seiner Mannschaft - bis Dienstag.

bix/sid

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