Vor dem CL-Spiel gegen Wolfsburg

Schweinsteiger ist ein moderner Cantona

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Bastian Schweinsteiger (r.) kommt auf der Insel richtig gut an.

München - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Simon Mullock, Manchester United Experte beim Sunday Mirror, übe die Rolle von Bastian Schweinsteiger bei den Red Devils.

Simon Mullock, Manchester United Experte beim Sunday Mirror.

Bastian Schweinsteiger ist zwar gerade mal 31 Jahre alt, bei Manchester United ist er aber bereits jetzt die Vaterfigur. Der Spieler, der hier in England immer als Mr. Bayern galt, hat von Louis van Gaal den Auftrag erhalten, seine Erfahrung und Expertise auf dem Feld an diese vielversprechende junge Truppe weiterzugeben, die momentan im Old Trafford entsteht. Vor 20 Jahren riss Sir Alex Ferguson ein starkes United-Team auseinander, um etwas Neues entstehen zu lassen. Legenden wie Mark Hughes, Paul Ince und Andrei Kanchelskis verließen den Klub und machten den Weg frei für die jungen Wilden. Paul Scholes, Ryan Giggs, David Beckham, Nicky Butt, Gary und Phil Neville waren allesamt Jugendfreunde, die gemeinsam die United-Jugend durchliefen und den Verein 1999 zum größten Erfolg der Klubgeschichte führten. In einem dramatischen Finale gegen den FC Bayern holte ManU die Champions League und krönte sich damit als erste Mannschaft in England überhaupt mit dem Triple. Und wer war der Spieler, der diese Youngster vier Jahre zuvor noch an die Hand genommen hatte? Eric Cantona! 

Diese Rolle soll nun auch Schweinsteiger einnehmen, er soll der Mentor der Generation um Anthony Martial, Memphis Depay, Luke Shaw & Co. sein. Es ist gut möglich, dass Schweinsteiger seinen Zenith bereits überschritten hat, aber seine unglaubliche Erfahrung war schon jetzt für den Sprung an die Tabellenspitze wichtig. Und auch wenn die Begeisterung in England keine Grenzen kennt, dosiert van Gaal noch Schweinsteigers Einsätze. Über 90 Minuten ist der DFB-Kapitän nur viermal gegangen, eingewechselt wurde er in elf Partien sechsmal. Eine Führungsfigur ist er aber allein schon aufgrund seiner Vita, eben auch, weil er bereits jetzt ein sehr gutes Englisch spricht und keine Übersetzer bei Interviews benötigt. Bei Mesut Özil kann man das nach zwei Jahren Arsenal noch nicht behaupten.

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