Name steht offenbar auf Liste

Schweinsteiger-Sensation in Bundesliga? Bayern-Konkurrent will ihn offenbar als Sportchef

Bastian Schweinsteiger trägt einen Rollkragenpullover und lächelt in die Kamera.
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Sieht so der Nachfolger von Fredi Bobic bei Eintracht Frankfurt aus? Bastian Schweinsteiger soll ein Kandidat für den Posten des Sportchefs sein.

2015 hat sich Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern verabschiedet. Und damit auch aus der Bundesliga. Nun könnte sich ein Comeback in diesem Jahr anbahnen. Aber nicht beim Rekordmeister.

Frankfurt/München - Kehrt Bastian Schweinsteiger in die Bundesliga zurück? Und wird zum Kontrahenten seines Herzensklubs FC Bayern? Offenbar denkt Eintracht Frankfurt darüber nach, den Weltmeister von 2014 als neuen Sportchef zu installieren. Nach Informationen der Bild steht der 36-Jährige auf der Liste der Hessen, die einen Nachfolger für den abwanderungswilligen Fredi Bobic suchen.

Der frühere Bundesliga-Torjäger wird mit einem Wechsel zu Hertha BSC in Verbindung gebracht. Obendrein verlieren die Frankfurter Sportdirektor Bruno Hübner. Der Klub ist auf dem besten Weg zur erstmaligen Teilnahme in der Champions League, verfügt über einige vielversprechende Profis. Dennoch ist klar: Schweinsteiger würde in große Fußstapfen treten, direkt viel Verantwortung auf die Schultern geladen bekommen.

Schweinsteiger nach Frankfurt? Noch soll es keinen direkten Kontakt mit dem Klub gegeben haben

Schon die Erfolge der vergangenen Jahre mit einem Pokalsieg und dem zweimaligen Einzug in die Europa League wären schwer zu wiederholen. Womöglich würde er in Frankfurt auf einen alten Kumpel treffen, denn zuletzt kamen Gerüchte über einen Wechsel von Franck Ribery zur SGE auf. Außerdem spielt Sebastian Rode wieder für den Deutschen Meister von 1959, der Blondschopf war in der Saison 2014/2015 Schweinsteigers Teamkollege bei den Bayern.

Noch gab es laut Bild jedoch keinen direkten Kontakt zwischen Klub und Schweinsteiger. So ist unklar, ob sich der zweifache Familienvater eine solch zeitintensive Aufgabe überhaupt vorstellen kann. Immerhin agiert der 121-malige Nationalspieler seit vergangenen Sommer als „ARD“-Experte bei Fußball-Übertragungen und soll das noch mindestens bis Ende 2022 tun. Zudem arbeitet er gemeinsam mit dem Schweizer Bestsellerautor Martin Suter an einem biografischen Roman über sein Leben - das Buch soll im September erscheinen.

Video: Steht Ribery auf der Wunschliste von Eintracht Frankfurt

Schweinsteiger nach Frankfurt? Lebensmittelpunkt soll offenbar nicht in Deutschland sein

Dem Bericht zufolge baut Schweinsteiger außerdem gerade Häuser auf Mallorca und in Kitzbühel. Es sieht also so aus, als würden er und seine Ehefrau Ana Ivanovic ihren Lebensmittelpunkt eher auf der beliebten Urlaubsinsel und in den Alpen sehen als im Herzen Deutschlands.

Im Herbst hatte Schweinsteiger in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf die Frage nach einem Job bei einem Klub gesagt: „Wenn irgendwann etwas Interessantes kommen wird, das mir Spaß macht, werde ich mir das überlegen. Aber wenn ich etwas mache, dann möchte ich auch gewinnen und etwas auf die Beine stellen.“

Bereits im Jahr 2019 rollte der bald scheidende FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge der Klubikone in der Abendzeitung beinahe schon den Teppich aus: „Der FC Bayern ist immer interessiert, wichtige ehemalige Spieler an den Klub zu binden. Ich würde mir zum Beispiel auch Bastian Schweinsteiger bei uns wünschen.“

Auf dem Sprung von Hamburg nach Frankfurt? Auch HSV-Sportvorstand Jonas Boldt soll ein Kandidat für die Nachfolge von Fredi Bobic sein.

Schweinsteiger nach Frankfurt? Sportvorstand des HSV steht offenbar ebenfalls auf der Liste

Noch wäre ein Büro-Job im Profifußball Neuland für den Fanliebling, sein Hauptkonkurrent hat sich hier schon einen Namen gemacht. Dem Bild-Bericht zufolge steht auch der Name Jonas Boldt auf der wohl sehr kurzen Liste. Der 39-Jährige aus Nürnberg ist derzeit Sportvorstand beim Hamburger SV und verlängerte erst im vergangenen November seinen Vertrag bis 2023. Zuvor war er zwölf Jahre lang bei Bayer Leverkusen tätig: Zunächst als Scout, dann als Assistent der Geschäftsführung und als Leiter der Scouting-Abteilung, später als Manager und letztlich ein Jahr als Sportdirektor.

Gehandelt wurde auch der frühere Frankfurter Profi Christoph Spycher, der noch bis 2022 als Sportdirektor an Young Boys Bern gebunden ist. Weil der Schweizer als sehr vertragstreu gilt, sollen die Chancen hier weniger gut stehen, wie die Bild bereits vor einigen Tagen berichtete. Dem Blatt zufolge gelten Horst Heldt vom 1. FC Köln und Markus Krösche von RB Leipzig nicht als Kandidaten. Letzterer war bei Schalke 04 gehandelt worden, hatte aber zuletzt verkündet, „nicht zur Verfügung“ zu stehen. (mg)

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