Duo zeigt zuletzt Schwächen

Schweinsteiger und Alonso - ein Konfliktherd?

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Sind sich Bastian Schweinsteiger (l.) und Xabi Alonso zu ähnlich, um als Traumduo harmonieren zu können?

München - Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso sind fraglos zwei Ausnahmefußballer. Die Antwort, ob beide zusammen im

Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer hat sein Urteil bereits gefällt. „Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso nebeneinander, das ist zu starr und defensiv, das ist nicht die Spielweise des FC Bayern.“ Seine Empfehlung in der Talkrunde Sky90: „Man müsste einen Wechsel vornehmen. Schweinsteiger ist der offensiv Bessere, Alonso ist eher defensiv stärker.“

Auch Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus teilt diese Meinung. „Sie sind sich in ihren Anlagen zu ähnlich, um sich als Duo auf Dauer optimal zu ergänzen“, sagte er der Sport Bild: „Beide sind zudem nicht mehr die Jüngsten, es fehlt ihnen an Spritzigkeit.“

Viele Augen sind auch am Dienstag gegen Schalke 04 (ab 20 Uhr im Live-Ticker) auf die beiden Alphatiere gerichtet - und ebenso ein weiteres Mal auf die Frage: Traumduo oder potenzieller Konfliktherd? Gewachsen sind bei der Auftaktpleite in Wolfsburg (1:4) vor allem die Zweifel an einer Symbiose der beiden Weltmeister. Gegen Königsblau besteht immerhin die Chance, rasch gegenteilige Argumente zu liefern.

Schweinsteiger jedenfalls hatte in Wolfsburg zu oft den Gegner im Rücken und nicht das Spiel vor sich, so wie er es liebt. Alonso war weder strategisch wirkungsvoll, noch verbal ein Antreiber - und defensiv überfordert. Der von den Taktgebern verordnete Passrhythmus des FC Bayern war viel zu langsam, das Umschaltverhalten zu schläfrig. Alonso und Schweinsteiger harmonierten um Welten schlechter als dies in der Triple-Saison Javi Martinez und Schweinsteiger taten.

Guardiola sieht keine Probleme

„Alle Spieler in unserem Kader können zusammenspielen“, und daher „ohne Probleme“ auch Alonso und Schweinsteiger, findet Trainer Pep Guardiola. Das Scheitern in Wolfsburg wollte er ihnen nicht anlasten. Gerade Schweinsteiger und Alonso hätten „Motorräder“ gebraucht, um die Gegenstöße des VfL zu unterbinden oder abzufangen. Mit deren Schnelligkeit habe das aber nichts zu tun gehabt. „Der Ball ist schneller als der schnellste Spieler der Welt“, sagte Guardiola.

Doch den Schlüssel zu einer erfolgsverheißenden Verbindung hat der Spanier in Wolfsburg genauso wenig gefunden. Sobald Kapitän Philipp Lahm gegen Ende Februar zurückkehrt und spätestens falls Martinez wie erhofft in der entscheidenden Saisonphase sein Comeback gibt, kommt unter Umständen sogar eine Grundsatzfrage auf Guardiola zu.

Wenn bis dahin Alonso nicht mit Schweinsteiger harmoniert, dann bekommt wer von beiden den Vorzug? Für die Titeljagd des FC Bayern könnte diese Entscheidung ganz zentrale Auswirkungen haben. Es würde jedenfalls nicht in das Selbstverständnis zweier Leitwölfe passen, große Spiele auf der Bank zu verfolgen.

SID

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