Große Ehre für WM-Torjäger Müller

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Thomas Müller

München - Bei der WM in Südafrika wurde Bayern-Stürmer Thomas Müller als Torschützenkönig und bester Jungstar ausgezeichnet. In seiner Heimat ist ihm nun eine weitere große Ehre zuteil geworden.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat am Samstag im Rahmen einer großen TV-Gala die Preisträger beim Bayerischen Sportpreis 2010 geehrt. Neben den bayerischen Medaillengewinnern bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver wurden die Basketballer von den Brose Baskets Bamberg als deutscher Meister und Pokalsieger mit dem persönlichen Preis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Der Sonderpreis 2010 ging an Fußballprofi Thomas Müller vom FC Bayern München, der bei der Weltmeisterschaft Torschützenkönig geworden und zum besten Nachwuchsspieler gewählt worden war.

Thomas Müller von A bis Z

A wie Ammersee: Seine Oase. An freien Tagen fährt der 20-Jährige gerne an den See. Müller ist ein Naturbursche. © Getty
B wie Bomber: Sie haben fast eine Vater-Sohn-Beziehung: Thomas und Gerd Müller. Die Torjäger-Legende gab dem Youngster bei den Amateuren Tipps. „Er hat den Riecher“, sagt Gerd über Thomas. Der nennt das große Vorbild nur ehrfürchtig „Bomber“. Selbst in Südafrika gab Gerd seinem Schützling noch Tipps: „Geh öfter in die Spitze! Du kannst noch mehr Tore machen.“ © Getty
C wie Cola: Trinkt Müller selten, eher Spezi – oder: Maracujaschorle, Espresso. © Getty
D wie Dr. House: Der Offensiv-Allrounder ist Serien- und Film-Fan. Am liebsten schaut er Dr. House sowie die US-Sitcom Two and a half men. Bei seinem Lieblings-Film wird es blutrünstig: 300, ein Drama über den Kampf der Spartaner. © Getty
E wie Eltern: Zu Klaudia und Gerhard pflegt Thomas auch während der WM regen Kontakt, er hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Eltern. Seit Müllers erstem Auftritt in Südafrika steht das Telefon nicht mehr still. © Getty
F wie Feiern: Müller ist kein Partygänger. Die Ausflüge ins Nachleben halten sich in Grenzen: Ein bis zweimal im Jahr. Außer es gibt Titel zu feiern… © Getty
G wie Gerland: Er ist sein großer Förderer, er empfahl ihn bei Louis van Gaal: Hermann Gerland. Dabei hatte er es Müller beim knorrigen Westfalen erst schwer: Weil er nach Fouls zu lange liegen blieb, nannte ihn Gerland „Fräulein“… © Getty
H wie Hochzeit: Müller ist erst 20 – aber schon seit über einem halben Jahr mit Lisa verheiratet. Im ganz kleinen Kreis fand die standesamtliche Hochzeit statt. Die kirchliche soll folgen – frühestens 2011. © Getty
I wie Italien: Zum ersten gemeinsamen Urlaub der jungen Familie Müller ging’s an die Adria: Fünf Tage Rimini nach dem Abi. Weil Thomas und Lisa damals noch nicht genug Geld verdienten, zahlten die Eltern die Vollpension… © Getty
J wie Junkie: Müller kann nicht ohne: King Prawns sind seine Leibspeise. Beim Italiener kann der Youngster entspannen. Seine Abende verbringt er auch gerne auf der Couch. Dann werden Filme geschaut – oder es geht an die Spielkonsole: Fifa 2010, Autorennen oder Ego-Shooter. © Getty
K wie Kinder: Die Planungen laufen. Der Bayern-Star ist sehr kinderlieb, will unbedingt eigenen Nachwuchs. Der Traum: Zwei Kinder. Allerdings wollen Thomas und Lisa – stand heute – damit bis ans Ende seiner aktiven Laufbahn warten. © Getty
L wie Lisa: Seine erste und große Liebe. Die 20-Jährige arbeitet als Model, beide wohnen seit einigen Monaten in einem Reihenaus. Weihnachten 2009 hielt Thomas nach der Mitternachts-Mette um Lisas Hand an. Sie besuchte ihren Mann in Südafrika, feuerte ihn an. © Getty
M wie Man of the Match: Gegen England wurde Müller zum Spieler des Spiels gewählt. Sein Kommentar: „Mei, trifft halt meistens die, die die meisten Tore machen.“ Auch beim Audi-Cup 2009 wurde er zum besten Mann gewählt. Der Pokal steht auf dem Fensterbrett. © Getty
N wie Nationalmannschaft: Drei Spiele für die U 19, eines für die U 20, sechs für die U 21. © Getty
O wie Oktoberfest: Müller ist als Bayer Wiesn-Fan, freut sich jedes Jahr auf das größte Volksfest der Welt. Aber nur wegen der Atmosphäre… © Getty
P wie Pähl: Müllers Heimat. © Getty
Q wie Quad: Die Lieblingsbeschäftigung im Teamhotel Velmore Grande. Am liebsten mit Holger Badstuber. © Getty
R wie Reiten: Lisa brachte Thomas zum Pferdesport. Sie ist Leistungssportlerin, er begeistert sich ebenso für die eigenen Pferde, die ihren Stall in Vaterstetten haben. Einziges Problem: Das Verletzungs-Risiko. Deswegen schaut Thomas meistens zu. © Getty
S wie Sporting Lissabon: Die Geburtsstunde eines Stars. Am 10. März 2009 erzielte der 19-Jährige Müller bei seinem Champions-League-Debüt den Treffer zum 7:1. © Getty
T wie Talisman: Zwei Glücksbringer hat Thomas in Südafrika dabei: Eine Kette mit einem halben Herz und dem Namen seiner Frau sowie ein rotes Glasherz. © Getty
U wie Unbekümmertheit: Müllers Markenzeichen. Dazu Kollege Klose: „Irgendwann kommt bei ihm die Wende, dann geht es nicht mehr so weiter. Aber da mache ich mir bei ihm keine Sorgen: Weil Thomas nicht den Schädel dafür hat, sich Gedanken zu machen.“ © Getty
V wie van Gaal: Fragte Gerland nach Talenten, sah sich Müller an – und machte ihn zum Star. © Getty
W wie Wiggerl Kögl: Berater und sportlich engste Bezugsperson. Seit der A-Jugend kümmert sich der Ex-Profi um ihn, beide kommen aus dem selben Landkreis. © Getty
X wie x-mal getreten: Immer wieder gehen die Gegenspieler auf Müllers Beine. Verletzungen hatte er noch nie. „Weil ich so dünne Beine habe, dass sie mich kaum treffen.“ © Getty
Y wie Yes we can: Müller ist ein Kämpfer. Auch außerhalb des Platzes ist er sehr wissbegierig. Beispiel: Seine ehrgeizigen Fremdsprachen-Ziele. Müller will Italienisch und Spanisch lernen. © Getty
Z wie Zwirn: Der Torjäger mag es lässig. Shirt, Pullover, nicht zu extravagant. Seine Lieblings-Marken: BOSS und Diesel. Aber auch bei H & M geht er gerne einkaufen – ganz bodenständig eben… © Getty

“2010 war für Bayerns Sportlerinnen und Sportler ein herausragendes Jahr. Bei den Weltsportereignissen des Jahres, den Olympischen Winterspielen, den Paralympics und der Fußball-WM in Südafrika waren immer bayerische Top-Athleten ganz vorne dabei. Darauf können unsere Sportlerinnen und Sportler sehr stolz sein. Und wir sind stolz auf unsere großartigen Botschafter“, sagte Seehofer. Der Bayerische Sportpreis sei ein Aushängeschild für den besonderen Stellenwert des Sports, so Seehofer weiter: “Wir wollen deutlich machen, dass Sport eine verbindende starke Klammer für unsere Gesellschaft ist, eine faszinierende Kraft, die vereint und begeistert“.

Der Bayerische Sportpreis wurde heuer zum neunten Mal vergeben. Zu den weiteren Preisträgern gehören die Doppel-Olympiasiegerinnen Magdalena Neuner (Biathlon) und Maria Riesch (Ski alpin) sowie Eisschnelllauf-Goldmedaillengewinnerin Anni Friesinger-Postma, die unter der Woche ihre Karriere beendet hatte, und die erfolgreichen Paralympics-Sportler Verena Bentele, Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler.

dpa

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