Bayern-Star spricht über seinen Coach

Robben: "Pep Guardiola ist ein Irrer"

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Arjen Robben (l.) und Pep Guardiola verstehen sich - zum Wohle des FC Bayern.

München - Wenn bei Arjen Robben nachts um drei Uhr das Telefon klingelt, weiß der Niederländer mit ziemlicher Sicherheit, wer am anderen Ende der Leitung ist: Pep Guardiola.

Arjen Robben ist in der Form seines Lebens. Schon bei der WM galt der Niederländer in Diensten des FC Bayern vielen Experten als bester Spieler des Turniers. Und auch im Tagesgeschäft mit dem deutschen Rekordmeister liefert der Flügelflitzer mit beeindruckender Beständigkeit Weltklasse-Leistungen ab. Mit seinen mittlerweile 30 Jahren scheint Robben auf dem Zenit seines Schaffens angekommen.

Robben: Guardiola würde auch nachts um 3 Uhr über Taktik reden

Einen Grund für seinen aktuellen Höhenflug nannte der Linksfuß nun in einem Interview mit dem französischen Fachmagazin "France Football": Coach Pep Guardiola. "Er hat uns verbessert. Unter ihm ist der FC Bayern flexibler geworden und kann mehrere Spielsysteme während einer Partie anwenden. Wir sind unberechenbarer als je zuvor. Besonders aus taktischer Sicht. Auch ich habe mich unter Pep taktisch weiter entwickelt. Ich bewege mich intelligenter als vorher, aber ohne meine Spontaneität zu verlieren", erklärt Robben.

Angesichts der Taktik-Besessenheit seines Trainers gerät der Holländer förmlich ins Schwärmen: "Er ist ein Fußball-Irrer. Er wäre imstande, auch nachts um drei Uhr anzurufen, um mit dir über Taktik zu reden." Davon profitiere auch er selbst. "Er hat mir beigebracht, wie ich mich auf dem Platz positionieren muss, wo ich noch gefährlicher sein kann mit intelligenterem Verschieben. Er ist wirklich der Beste auf taktischem Niveau“, erklärt Robben, der in diesem Jahr auf der veröffentlichten Auswahlliste der FIFA steht, aus der der Weltfußballer ermittelt wird.

Allerdings rechnet sich Robben wenig Chancen auf den Gewinn des Ballon d'Or aus. Lionel Messi und Cristiano Ronaldo seien nicht zu übertreffen. "Cristiano und Messi sind zwei Monster. Was sie seit sechs Jahren machen, ist unvorstellbar. Sie sind allen überlegen", glaubt er. Besonders traurig ist Robben aber nicht, dass er nicht Weltfußballer wird: "Die Anerkennung ist schön und ich bin stolz, auf dieser Liste zu stehen. Aber davon war ich nie besessen. Das ist nur ein individueller Titel. Für mich zählen die Titel mit der Mannschaft."

Und davon will der nimmersatte Superstar noch einige erringen. "Ich habe bei Bayern meinen Zenit erreicht. Ich war nie zuvor in meinem Leben so glücklich. Ich habe noch ein paar Jahre Vertrag hier (bis 2017, Anmerk. d. Red.) und keinen Grund, mir eine andere Mannschaft zu suchen", widerspricht er allen Befürchtungen, er könne München in naher Zukunft verlassen. Es sei denn, die nächtlichen Taktikanrufe seines Trainers werden ihm - oder seiner Frau - irgendwann mal zuviel... 

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