Zwei Titel gewann er in der Hauptstadt

Pep fährt mit guten Erinnerungen nach Berlin

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Er lebe hoch: Bayern-Trainer Guardiola nach dem Gewinn des DFB-Pokals am 17. Mai 2014 im Berliner Olympiastadion. Gegen den BVB gab’s ein 2:0 n.V.

München - An Berlin hat Pep Guardiola nur die schönsten Erinnerungen. Zweimal war der spanische Starcoach bislang mit dem FC Bayern in der Hauptstadt – und beide Male kehrte er mit einer wertvollen Trophäe nach München zurück.

Am 25. März 2014 machte der deutsche Rekordchampion mit einem lockeren 3:1-Erfolg gegen Gastgeber Hertha im Olympiastadion den frühesten Titelgewinn der Geschichte der Bundesliga perfekt. Und keine zwei Monate später, am 17. Mai, konnten die Bayern nach einem 2:0-Sieg n. V. gegen Dortmund mit dem DFB-Pokal eine Ehrenrunde drehen.

Am Samstag kehrt Guardiola in die wieder voll besetzte Arena zurück (im Live-Ticker). Erneut geht es gegen die Hertha, aber einen Titel können die Bayern noch nicht gewinnen. Es geht für sie lediglich um den nächsten Schritt zur Herbstmeisterschaft, die bei sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Wolfsburg höchstens noch eine Frage des Zeitpunktes sein sollte. „Hinter Bayern ist es für alle schwer, die um den Titel mitspielen wollen“, sagte Hertha-Coach Jos Luhukay.

Guardiola musste sich darum auch am Freitag die Frage nach der großen Langeweile in der Bundesliga gefallen lassen. „Langeweile? In der Bundesliga? Nein! Warum?“, lautete seine Antwort. Siegen macht doch Spaß – im Gegensatz zum Verlieren. „Ich hasse Niederlagen“, hatte Jerome Boateng nach dem 2:3 der Bayern in der Champions League bei Manchester City gestöhnt.

"Hertha ist eine sehr intensive Mannschaft, sehr aggressiv"

Womöglich müssen die Berliner für die erste Saisonpleite des Rekordmeisters nach zuvor 18 ungeschlagenen Partien büßen. Zumal Guardiola nach dem Kraftakt in Unterzahl gegen ManCity das Offensivspiel mit zwei ausgeruhten Weltmeistern beleben kann. Thomas Müller und Mario Götze hatten in der Königsklasse pausiert und dürften in die Start­elf des Meisters zurückkehren. Denn Guardiola braucht frische Kräfte. „Die Spieler waren müde“, berichtete er am Freitag zu den Nachwirkungen von Manchester. Zudem erwartet er einen sehr physischen Gegner. „Hertha ist eine sehr intensive Mannschaft, sehr aggressiv.“

Zwei Niederlagen nacheinander, das gab es unter Guardiola nie. Und für die fünf Ligaspiele bis zur Winterpause hat sich das FCB-Starensemble viel vorgenommen, wie Sebastian Rode verkündete: „Wir haben das Ziel, bis zur Winterpause keinen Punkt mehr abzugeben.“ Auf 45 Zähler kämen die Bayern dann, das wären zwei weniger als nach der Hinrunde 13/14 auf dem Weg zur Express-Meisterschaft. Guardiola sagt: „Wir sind eine gute Mannschaft, aber nicht eine perfekte.“ Aber auch die sollte für Hertha gut genug sein…

tz

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