Für 35 Millionen

Transferhammer! Dieser Brasilianer soll Bayer werden

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Douglas Costa (l. mit Neymar) bejubelt seinen Treffer bei der Copa America gegen Peru.

München - Der offizielle Beginn der Transferperiode naht - und schon scheint der FC Bayern den ersten Topmann an die Säbener Straße gelockt zu haben. Laut eines Medienberichts investiert der Rekordmeister 35 Millionen Euro in einen Offensivmann.

Das wäre natürlich ein Hammer: Laut Informationen von Sport1 hat der FC Bayern seinen ersten großen Transfer eingetütet. Angeblich hat der deutsche Rekordmeister eine mündliche Einigung mit Douglas Costa erzielt.

Vier Jahre Vertrag, 35 Millionen Euro Ablöse

Der Brasilianer, der als Wunschspieler von Coach Pep Guardiola gilt, soll von Schachtjor Donezk an die Säbener Straße wechseln. Angeblich unterschreibt der 24-jährige Offensivmann einen Vierjahresvertrag beim FCB und kostet 35 Millionen Euro Ablöse. Eine mündliche Vereinbarung mit dem Profi und dem abgebenden Verein sei erzielt worden.

In der abgelaufenen Champions-League-Saison konnte Pep Guardiola den Brasilianer beim K.o.-Duell im Achtelfinale aus nächster Nähe unter die Lupe nehmen. Beim Aus der Ukrainer (0:0 im Hinspiel, 7:0-Bayern-Sieg im Rückspiel) konnte Douglas Costa allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Stattdessen fiel er mit Schlägen und unfairen Aktionen, vor allem gegen Franck Ribéry, auf - also ausgerechnet gegen den Spieler, dessen Nachfolge er beim FC Bayern nun antreten könnte. Seit Costas Tritt im Rückspiel hat Ribéry kein Spiel mehr für den Rekordmeister absolviert.

Anfang Juni wurde der schnelle Offensivmann mit folgenden Worten zitiert: "Ich arbeite seit vielen Jahren daran, bei einem großen Klub in Mitteleuropa zu spielen. Und falls diese Möglichkeit existieren würde, dann wäre ich sehr glücklich". Da wird wohl zuallererst eine Entschuldigung bei Ribéry fällig.

Reschke sichtet bei der Copa America

Costa spielt vornehmlich auf der Position des Rechtsaußen, kann aber auch links sowie in der Defensive eingesetzt werden - und wäre damit flexibler als Ribéry. Der Franzose dürfte wegen anhaltender Knöchelprobleme den Saisonstart in der Bundesliga am 14. August verpassen. Beim Trainingsauftakt der Bayern am Mittwoch (18 Uhr) wird er sicher fehlen - Rückkehr: offen.

Auch deshalb war Michael Reschke, als technischer Direktor bei den Bayern für Transfers zuständig, auf der Suche nach einem Ersatz zur Copa America gereist. Dort wollte er angeblich den argentinischen Weltklasse-Flügelstürmer di Maria von Manchester United beobachten, ist jetzt aber offensichtlich bei Costa fündig geworden. Der ist wesentlich günstiger zu haben als Di Maria, für den Manchester im vergangenen Sommer 75 Millionen Euro an Real Madrid überwiesen hatte. Mit der Verpflichtung von Costa wäre der zuletzt diskutierte Tausch zwischen Di Maria und DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger vom Tisch, der von Manchesters Teammanager Louis van Gaal umworben wird.

Der siebenmalige Nationalspieler Costa kam im Januar 2010 von Gremio Porto Alegre nach Donezk, für das er in der vergangenen Saison 33 Pflichtspiele (fünf Tore, sieben Vorlagen) bestritten hat. Auch beim Achtelfinal-Duell in der Champions League mit den Bayern (0:0/0:7) stand er auf dem Platz.

Drittteuerster Transfer der Vereinsgeschichte

Derzeit spielt Costa mit der brasilianischen Nationalmannschaft bei der Copa America in Chile. In der Nacht von Samstag auf Sonntag trifft er dort im Viertelfinale auf Paraguay, bislang konnte er sich ein Mal in die Torschützenliste der Südamerikameisterschaft eintragen.

Die Bayern haben mit Sven Ulreich und Joshua Kimmich bisher erst zwei Transfers für die neue Saison getätigt. Ulreich wurde als neue Nummer zwei für die Position im Tor hinter Manuel Neuer verpflichtet. Youngster Kimmich kommt vom VfB Stuttgart und gilt als Option für die Zukunft im defensiven Mittelfeld.

Nach den bisherigen Toptransfers von Javi Martinez (für 40 Millionen von Bilbao), Mario Götze (für 37 Millionen von Borussia Dortmund) wäre Douglas der drittteuerste Spieler, den der FC Bayern bislang in seiner Bundesligageschichte verpflichtet hat - gemeinsam mit Mario Gomez, der für ebenfalls 35 Millionen vom VfB Stuttgart verpflichtet wurde.

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