Es könnte noch viel mehr Geld sein...

China lässt FCB-Kasse klingeln - doch ein Problem bleibt

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Karl-Heinz Rummenigge ärgert sich über die gefälschten Trikots, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden.

München - Mit unzähligen Flugkilometern und drei Testspielen in ungewohnter Umgebung war die China-Reise des FC Bayern sicher keine optimale Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison. Aber finanziell hat sich der Trip mehr als gelohnt.

Länger als eine Woche unterwegs, zahlreiche Stunden im Flieger und drei Testspiele an drei verschiedenen Orten in ungewohnter klimatischer Umgebung - die China-Reise des FC Bayern war für Profis wie für Verantwortliche mit allerlei Strapazen verbunden. Coach Pep Guardiola zog zwar ein zufriedenes Fazit der Asien-Tour: "Wir haben hier gut trainiert, mehr als wir vorher dachten." Aber um sich optimal auf die am 14. August startende Bundesliga-Saison vorzubereiten, war der Asien-Trip sicher nicht ideal.

Bayern kassiert dank China-Trip zehn Millionen Euro

Dennoch kündigte Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge ein baldiges Wiederkommen an: „Diese Reisen sind alternativlos. Wir treten gegen große Klubs aus Spanien und England an. Wenn wir mit denen mithalten wollen, müssen wir der Internationalisierung Rechnung tragen. Dabei ist der FC Bayern auf einem guten Weg.“

Hinter dem schönen Wort Internationalisierung versteckt sich knallhartes wirtschaftliches Kalkül, denn natürlich geht es bei solchen PR-Touren um Geld. Wie die "Bild" berichtet, hat allein der diesjährige neuntägige Ausflug in den Fernen Osten dem deutschen Rekordmeister eine Einnahme von rund zehn Millionen Euro beschert. Doch die Bayern-Bosse denken langfristiger. Jörg Wacker, als Bayern-Vorstand für die Bereiche Internationalisierung und Strategie verantwortlich, sagt beispielsweise: "Wir haben China für uns als Fokusmarkt ausgemacht. Die Marktforschung sagt, dass wir hier 90 Millionen potenzielle Fans haben."

Rummenigge: Das gefällt uns nicht

Und wenn die erst einmal anfangen, Bayerns zahlreiche Fan-Artikel zu erwerben, dann werden die Kassen an der Säbener Straße so richtig laut klingeln - so die Überlegungen in der Münchner Vorstandsetage. Dabei gibt es aktuell allerdings noch ein kleines Problem. Denn in China gibt es einen riesigen Markt für gefälschte Fan-Artikel. Überall werden Fake-Trikots des Rekordmeisters angeboten. Unterschiede zum Original gibt es dabei vor allem beim Kaufpreis: Während ein echtes Trikot zwischen 75 und 100 Euro kostet, gehen die gefälschten Leiberl für maximal 30 Euro über die Ladentheke - an denen der FC Bayern keinen Cent verdient.

Robben hört genau hin, Hoeneß schaut zu: Die Bayern sind zurück!

Diese Situation bereitet den Bayern Kopfzerbrechen. FCB-Vorstand Rummenigge räumt ein: "Ich mache keinen Hehl daraus, dass uns das nicht gefällt. Jedes gefakete Trikot ist eins zu viel! Wir müssen schauen, dass die Fans das Original kaufen. Das ist wie immer im Leben das Beste" - vor allem natürlich für das viel zitierte Festgeldkonto des FC Bayern.

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