Ex-Präsident zeigte Größe

Starke: "Hoeneß hat sich bei mir entschuldigt"

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Tom Starke (r.) attestiert Uli Hoeneß Größe für seine Entschuldigung.

München - Bayern Ersatztorwart Tom Starke würde gerne länger als Nummer zwei hinter Nationaltorwart Manuel Neuer aktiv bleiben. Eine Meinungsverschiedenheit mit Uli Hoeneß ist derweil ausgeräumt.

Der 33-Jährige sagte dem „Kicker“ (Dienstag), so lange spielen zu wollen, „bis ich umkippe“. Einer Vertragsverlängerung bei den Bayern über 2015 hinaus sei er nicht abgeneigt. „Ich habe zu Beginn meiner Karriere in Leverkusen fünf Jahre auf der Bank gesessen, bin praktisch ein Spätstarter. Mein Körper ist fit genug, dass noch ein bisschen was kommen kann.“ Der Torhüter kam 2012 von Hoffenheim nach München, wo er seither nur sieben Pflichtspiele bestritt, aber acht Titel gewann.

Starke: "Hoeneß hat Größe gezeigt"

Wäre es nach Uli Hoeneß gegangen, wäre Tom Starke wohl nie bei den Bayern gelandet. Der Grund dafür liegt schon zehn Jahre zurück. Starke war damals - auf Leihbasis - beim Hamburger SV und kam bei einem 0:6-Debakel der Norddeutschen gegen den damaligen Tabellenführer und Bayern-Konkurrenten Werder Bremen zu seinem Bundesliga-Debüt. Hinterher zürnte Hoeneß über die Personalpolitik des HSV, sagte: "Die Bundesliga kann kein Tummelplatz für irgendwelche Tests sein" und urteilte, Starke werde nie wieder ein Bundesligaspiel machen.

Doch inzwischen ist der Ex-Präsident offenbar zurückgerudert. "Wir haben darüber gesprochen, es tut ihm leid, und er sagte, dass er sogar stolz darauf sei, dass ich jetzt bei den Bayern bin", erklärt der 33-Jährige: "Es zeigte seine Größe, dass er zugab, bei einer Aussage falschgelegen zu haben."

Starke akzeptiert seine Rolle als zweiter Mann

Mit der Situation als Ersatzkeeper hat sich Starke abgefunden, nach den Stationen als Stammspieler in Paderborn, Duisburg und Hoffenheim trage er „eine gewisse Ruhe und Geduld“ in sich. „Wenn ich ohne Bundesligaeinsatz wäre und noch nichts vorzuweisen hätte, wäre die Situation anders“, erklärte der gebürtige Sachse.

Bei den Bayern um Titel mitzuspielen, mache auch als Reservist den Reiz aus. „Es ging einfach darum, mal die Schale hochzuhalten“, sagte Starke und berichtete von seiner ersten Meisterfeier 2013: „Das Gefühl, so ein Ding mal in der Hand zu halten, ist unbeschreiblich.“

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dh/dpa

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