Ein ziemlich windiger Sieg gegen Frankfurt

FC Bayern II: Frauen feiern Erfolge – aufsteigen dürfen sie nicht

+
Trainerin Nathalie Bischof hat trotz hohen Trainingsaufwand viele Hobby-Spielerinnnen im Kader.

FC Bayern München II (Frauen) - Der Wind war das größte Problem der zweiten Frauen-Mannschaft des FC Bayern am frühen Sonntagnachmittag.

Beim 3:2-Erfolg im Heimspiel der 2. Frauen-Bundesliga Süd gegen die als Tabellenletzter angereiste Zweitvertretung des 1. FFC Frankfurt schienen Sorgen angebracht, die ein oder andere der schmächtigen Münchner Akteurinnen könnte von einer der teils heftigen Böen einfach davongeweht werden. Etliche der Bayern-Spielerinnen sind noch nicht einmal volljährig, die wenigsten über 20 Jahre alt. Am Ende aber haben sie dann doch alle die nötige Bodenhaftung nachgewiesen und durften nach Abpfiff den fünften Sieg im siebten Saisonspiel feiern.

Spielführerin Ramona Strahl ist selbst erst 24, die unumstrittene Anführerin in der jungen Nachwuchsmannschaft des amtierenden Deutschen Meisters aber ist sie trotzdem. „Sie tut uns gut mit ihrer Erfahrung“, sagt auch Trainerin Nathalie Bischof. Seit nun fast sechs Jahren betreut die 36-Jährige die zweite Mannschaft des FC Bayern. Sie hat schon etliche Talente kommen und gehen sehen, den Sprung in die Bundesliga-Elf jedoch haben die wenigsten geschafft. So betont Bischof, obwohl sie mit ihrer Mannschaft viermal pro Woche trainiert, dass „das für alle nur ein Hobby ist“. Selbstverständlich würden die jungen Nachwuchskickerinnen „vom Ehrgeiz angetrieben“, so die Trainerin, „die Mädls haben schließlich alle Ziele“. Um sportlich voranzukommen, werden die meisten aber früher oder später einen Vereinswechsel anstreben müssen. Mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern rangieren sie aktuell in der der 2. Liga auf dem dritten Platz. Aufsteigen aber können sie nicht. „Wir wollen guten, technisch gepflegten Offensivfußball zeigen“, umreißt Bischof die Zielsetzung, „und in der Tabelle oben dabei sein“.

Gegen die Hessinnen hatte die Bischof-Elf eine echte Herausforderung zu meistern, nachdem sie früh in Rückstand geraten war. Torfrau Fabienne Weber hatte Glück, bei ihrer Notbremse mit einer Gelben Karte davongekommen zu sein, das 0:1 durch den fälligen Strafstoß aber konnte sie nicht verhindern (3.). Elisabeth Mayr (11., 62.) und Leitwölfin Strahl mit ihrem vierten Saisontreffer (45.) jedoch verwandelten den Rückstand in eine 3:1-Führung. Nach dem Frankfurter Treffer zum Endstand (62.) verpassten es die Münchnerinnen, ihrer Trainerin eine „stressfreiere Schlussphase“ zu bieten, da die sich bietenden Möglichkeiten ungenutzt blieben.Dennoch zeigte sich Bischof anschließend „mit der Offensive nicht unzufrieden, defensiv können wir es besser als heute“. Bereits die Vorsaison hatte Bischofs Team auf dem zweiten Platz hinter Aufsteiger Köln abgeschlossen. Ihre Rolle als Ausbilderin akzeptiert sie klaglos, unterstreicht vielmehr die „ausgezeichnete Kommunikation“ mit der ersten Mannschaft um Trainer Thomas Wörle. Dieser hatte ihr etwa am Sonntag die italienische Abwehrspielerin Raffaella Manieri zur Verfügung gestellt. Auch die jungen Jenny Gaugigl (19), Ricarda Walkling (18) und Torhüterin Weber (23) stehen offiziell im Kader der Bundesliga-Elf, sind dort jedoch weitgehend chancenlos. So muss sich Bischof auch in dieser Spielzeit darauf fokussieren, ihre Spielerinnen „gut auszubilden und in der Liga wieder eine gute Rolle zu spielen“.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Hoeneß-“Granaten“: Diese Spieler fallen in die Superstar-Kategorie
Hoeneß-“Granaten“: Diese Spieler fallen in die Superstar-Kategorie
Das sagt Goretzka zum Wechsel zum FC Bayern
Das sagt Goretzka zum Wechsel zum FC Bayern
Diese fünf Baustellen warten auf den FC Bayern im Sommer
Diese fünf Baustellen warten auf den FC Bayern im Sommer
Transfer: Ancelotti bringt diesen 100-Millionen-Stürmer ins Gespräch
Transfer: Ancelotti bringt diesen 100-Millionen-Stürmer ins Gespräch

Kommentare