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Nerlinger: "Das war der Anfang!"

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Hier köpft Martin Demichelis das 1:0 © sampics

München - Nach dem Bayern-Sieg über Freiburg war nicht nur die Aufholjagd großes Thema, sondern auch das Comeback von Martin Demichelis. Was der Argentinier sowie Louis van Gaal und Christian Nerlinger sagten.

Der Spielbericht

"Dieser Weg, wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer…“ Als die Nationalelf bei der WM 2006 Xavier Naidoos Jammer-Hymne als Stimmungsmacher ausgewählt hatte, fragten sich viele, wie man mit so einem Song ihm Ohr so herzerfrischend spielen konnte. Was das mit den Bayern des Jahres 2010 zu tun hat? Die Antwort bringt ein Blick aufs Spiel gegen Freiburg. Das sollte der Muntermacher für den Weg zurück an die Spitze werden – ein bisserl arg steinig waren die ersten Meter aber schon, der reine Wohlklang war das 4:2 erst im Schlussakkord. „Das heute war der Anfang. Aber es stimmt schon: Wir müssen uns den Respekt der Gegner erst wieder erarbeiten.“, sagte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger bei Sky.

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Und Ende der zweiten Halbzeit war zu sehen, was die Bayern draufhätten – auch ohne Robben und Ribéry. Stattdessen mit dem Bankdrücker Martin Demichelis. Denn der war natürlich das große Thema in der Allianz Arena. Rückkehr in die Startelf und gleich ein Treffer. Er selbst sah seine Abend so: „Ich habe meine Möglichkeit gekriegt und ich muss froh sein darüber. Jeder weiß, dass ich in einer schwierigen Phase bin. Ich habe die Entscheidungen des Trainers, mich nicht mehr aufzustellen, akzeptiert und habe nie ein Wort dagegen gesagt, obwohl ich viel Schlechtes über mich gelesen habe. Gott sei Dank konnte ich heute 90 Minuten spielen und auch ein Tor schießen. Ich liebe den FC Bayern. Es war mein erstes Spiel von Anfang an beim FC Bayern in diesem Jahr, aber vielleicht auch das letzte. Ich habe immer noch die Perspektive, in einem großen Verein zu spielen, aber diese Situation habe ich hier im Moment noch nicht. Aber ich hoffe, dass das heute ein neuer Anfang für mich ist.“

Und was sagte der Mann dazu, der ihn aus dem Kader verbannt hatte? Trainer Louis van Gaal, leicht genervt von der Frage: „Ich denke, dass ich immer gesagt habe: Wenn Martin Demichelis ein Jahr Stammspieler ist, dann kann er das auch ein zweites Jahr. Heute hat er gezeigt, dass er ein guter Innenverteidiger ist. Wenn ein Spieler weg will, dann kann er das. Aber er hat das noch nicht gesagt, und ich habe das auch noch nicht gesagt. Wenn es irgendwann Zeit dafür ist, dann werden wir darüber reden. Jetzt noch nicht.“

Da wird also noch zu reden sein – genau wie über das magere Spiel in Hälfte eins, sagte van Gaal: „Ich bin zufrieden über dieses Ergebnis, aber wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt. Doch die Spieler haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, wie der FC Bayern spielen soll.“

Vor allem einen meinte er damit: „Anatoli Timoschtschuk ist ein super Profi. Er hat sehr gut gespielt, er hat diese Aggressivität gebracht, die anfangs etwas gefehlt hat. Ich freue mich, dass er das Tor gemacht hat. Er ist immer wichtig, wenn er in der Mannschaft ist. Jeder Spieler von Bayern München hat eine wichtige Aufgabe. Dafür wird er bezahlt – und wir bezahlen viel! Alles sind Spitzenspieler, das habe ich vor der Saison immer gesagt.“ Und sollten die Spieler daher nicht auch gut mit Druck umgehen können? Auch da hatte van Gaal eine ganz eindeutige Meinung, er will weniger Druck: „Ich finde es unglaublich, was diese Spieler leisten unter diesem Druck. Immer wieder wird der Druck gesteigert – drei Siege in Folge zu fordern, das dürfen diese Leute nicht fordern!“ Ein klares Statement, denn „diese Leute“, das sind die Bosse. Und die rückten natürlich nicht von der Drei-Spiele-drei-Siege-Forderung“ ab. Christian Nerlinger: „Ich glaube, dass das sehr realistisch ist und ich glaube, dass wir als FC Bayern die nächsten Gegner einfach schlagen müssen.“ Schönen Gruß an den Trainer…

tz

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