Ein Bild mit Symbolcharakter

Bayern-Gegner HSV aus Tabelle eliminiert

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Wo ist der HSV?

München - Bayerns nächster Bundesliga-Gegner HSV ist als Schlusslicht versehentlich in der Tabelle des Fachmagazins "Kicker" vergessen worden. Abgesehen davon spricht die Statistik vor dem Nord-Süd-Klassiker klar für den Rekordmeister.

Bayern Münchens nächster Gegner Hamburger SV ist das einzige Gründungsmitglied der Bundesliga, das seit 1963 ununterbrochen in Deutschlands höchster Spielklasse dabei ist. Der "Bundesliga-Dino" macht aber seit ein paar Jahren schwere Zeiten durch: Nachdem der erstmalige Abstieg in der Vorsaison gerade noch in den Relegationsspielen verhindert werden konnte, sind die "Rothosen" nach nur drei Spieltagen der neuen Saison schon wieder bis auf den letzten Platz durchgereicht worden.

Und jetzt auch noch das: In der Donnerstagsausgabe des Fachmagazins "Kicker" wurden die Hanseaten in der Tabelle glatt vergessen. Gerade mal 17 Vereine werden in der Tabelle angezeigt. Platz 18, gegenwärtig durch den Hamburger SV belegt, ist nicht zu sehen. Nun ja, mit einem mageren Pünktchen und 0:5-Toren gäbe es da ohnehin nicht viel zu sehen. Trotzdem: Ein Bild mit Symbolcharakter?

Die Hanseaten reagierten mit einem Augenzwinkern auf das Malheur des "Kicker". "Lieber kicker, zugegeben, unser Saisonstart war mies, aber ist das mit der DFL abgesprochen?", twitterten die Hamburger. Der humorvolle Klub-Tweet, versehen mit dem Hashtag "#sindwirnochdrin?", sorgte im Netz für reichlich Wirbel. Auch der "Kicker" reagierte prompt und souverän. "Sorry, HSV. Super Reaktion! Totgesagte leben länger", teilte das Blatt ebenfalls via Twitter mit.

Die Bayern dürften trotz der misslichen Lage an der Alster gewarnt sein, schließlich haben die Hamburger seit Dienstag mit Joe Zinnbauer einen neuen Coach. Und dass Trainerwechsel viel Positives bewirken können, ist bekannt. Dennoch reisen die Münchner natürlich als Favorit zum Tabellenletzten. Neben der gegenwärtigen sportlichen Situation spricht auch die Statistik für einen Erfolg der Bayern: Gegen "Lieblingsgegner" HSV verbuchte der Rekordmeister die meisten Siege (58) und die meisten Treffer (216) in der Bundesliga-Historie. 

Der FCB gewann die letzten vier Duelle mit 19:4 Toren, blieb davor aber fünf Mal in Folge in Hamburg sieglos, obwohl die Hanseaten in keinem der letzten acht Heimspiele mehr als einen Treffer gegen den Rekordmeister erzielten. Die Münchner führten in jeder Ligapartie zur Pause 1:0 und bejubeln bei ihrem nächsten Treffer den 100. unter der Regie von Trainer Pep Guardiola.

In den letzten sieben Runden gab der Branchenführer nur beim 1:1 auf Schalke Punkte ab. Der HSV hat als einziges Team der Liga in den ersten drei Runden kein Tor erzielt und wartet seit elf Pflichtspielen auf einen "echten" Sieg, für den kein Elfmeterschießen nötig war. Mit einem Erfolgserlebnis könnte der HSV außerdem den 18. Platz verlassen - und so mit ziemlicher Sicherheit in der nächsten "Kicker"-Tabelle wieder berücksichtigt werden.

wi/sid

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