"Er war Seele und Herzstück der Mannschaft"

Gerland und Heynckes traurig über Schweinsteiger-Abgang

Jupp Heynckes (r.) und Hermann Gerland (l.) können sich einen FC Bayern ohne Bastian Schweinsteiger nur schwer vorstellen.

München - Bastian Schweinsteiger verlässt den FC Bayern. Nach 17 Jahren. Keiner begleitete seinen Werdegang so intensiv und lange wie Hermann Gerland. Der Tiger bedauert Schweinsteigers Abgang genauso wie Ex-Coach Jupp Heynckes.

Emotionen sieht man bei Hermann Gerland selten. Der "Tiger" lässt auf dem Fußballplatz maximal Gefühle wie Wut oder Ärger zu, wenn mal etwas nicht so läuft, wie es sich der Co-Trainer des FC Bayern vorstellt. Doch jetzt ist Gerland traurig, wie er im Interview mit dem "kicker" verrät.

Gerland: "Ich bin einfach traurig"

Grund ist der Abgang von Bastian Schweinsteiger zu Manchester United. Gerland kennt den Mittelfeldspieler seit 2001 und so gut wie kaum ein anderer im Verein, ermöglichte Schweinsteiger im Alter von 17 Jahren das Debüt bei den FCB-Amateuren und verhalf ihm mit 18 zum Sprung in die Bundesliga. Für ihn persönlich, so Gerland, sei Schweinsteigers Wechsel ein persönlicher Verlust. "Basti ist ja nicht nur ein super Spieler, sondern auch ein super Typ, ein guter Junge. Er hat bis heute den Schalk im Nacken. Ich bin einfach traurig. Punkt", gibt der 61-Jährige ungewohnte Einblicke in sein Innenleben.

Nach 17 Jahren an der Säbener Straße sucht Schweinsteiger eine neue Herausforderung bei Manchester United - eine Entscheidung, die Gerland so nicht kommen sah. "Ich habe schon gedacht, dass ich sein Karriereende hier erlebe. Wenn ein Spieler, den du ein Leben lang begleitest, geht, dann tut das weh. Der eine kann damit besser umgehen, der andere weniger. Ich kann nach außen härter sein zu den Jungs, aber im Grunde, tja..."

Nach wie vor ist der "Tiger" überrascht von den aktuellen Entwicklungen: "Ich habe nie geglaubt, dass er woanders hingehen würde, habe immer gedacht, dass das alles jetzt ein wenig dauert, aber er hier bleibt."

Heynckes: "So einen Spieler wird es nicht mehr geben bei Bayern"

Wie Gerland ist auch Jupp Heynckes traurig. Mit Schweinsteiger als Anführer auf dem Platz holte Heynckes 2013 das historische Triple. Der Erfolgstrainer kommentierte die Nachricht vom Wechsel seines damals engen Ansprechpartners mit emotionalen Worten.

"Bastian war die Seele und das Herzstück der Mannschaft. Er tat alles für die Mannschaft, nicht für sich. So einen Spieler wird es nicht mehr geben beim FC Bayern", erklärt der Ex-Coach gegenüber dem "kicker": "Vor allem für die Bayern-Fans ist Bastian eine Ikone und Identifikationsfigur. Bastian Schweinsteiger ist in einem Atemzug mit Franz Beckenbauer und Gerd Müller zu nennen."

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