Bayern happy nach Sieg über BVB

Müller: "Es ist was Besonderes"

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Thomas Müller im Zweikampf mit Roman Weidenfeller.

München - Ist der FC Bayern zu dominant? Nein, findet Matthias Sammer, der Klartext spricht. Für Thomas Müller war der Sieg gegen Dortmund etwas Besonderes.

Jubel, Double, Heiterkeit. So lautete das Motto, als der FC Bayern nach dem Pokalfinale im Mai seinen letzten Sieg über Borussia Dortmund feierte. Der Jubel war auch am Samstagabend groß, als der 2:1-Erfolg über den Dauerrivalen perfekt war. Das Double können selbst die Bayern noch nicht im November feiern, doch auch mit der Heiterkeit verhielt es sich nicht so, wie man es nach dem 15. Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage erwartet hätte.

Während Pep Guardiola und seine Spieler den Triumph im Prestigeduell genossen, brannte Matthias Sammer ein ganz anderes Thema auf der Seele. Als der Sportvorstand der Münchner bei Sky auf angeblich fehlende Spannung in der Liga angesprochen wurde, machte er seinem Unmut zu diesem Thema Luft. „Die Liga ist für die Spannung verantwortlich, nicht wir. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir unsere Spiele gewinnen. Glauben Sie, dass Pep Guardiola und ich für einen sozialen Gedanken einen Preis bekommen? Eins ist dummes Zeug: dass es der Attraktivität der Liga schadet. Das hat in den letzten zwei Jahren nicht geschadet. Auch nicht, als Dortmund die Titel gewonnen hat und das wird auch in Zukunft keinem schaden“, sagte Sammer zu dem aufkeimenden Gejammer.

Müller: "Es ist was Besonderes"

In der Tat hatten die Roten vor dem Sonntagsspielen nur vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Wolfsburg, doch mit dem BVB liegt der ärgste Konkurrent der vergangenen Jahre bereits satte 17 Zähler hinter dem FCB. Vor allem die Art und Weise, wie der Rekordmeister die Borussia besiegte, war für die Rivalen bedrohlich. Trotz der vielen WM-Fahrer und der langen Verletztenliste schalteten die Münchner in der zweiten Halbzeit mehr als einen Gang hoch, drehten den 0:1-Rückstand durch Treffer von Robert Lewandowski (72.) und Arjen Robben (85.) noch in ein 2:1. „Wir haben in der zweiten Hälfte die Taktzahl erhöht, waren aggressiver und sind besser angelaufen. Das war der Unterschied zur ersten Halbzeit“, erklärte Manuel Neuer später. Mario Götze war „froh“ über die drei Punkte gegen seinen Ex-Verein und Thomas Müller meinte: „Es ist was Besonderes, auch wenn die Dortmunder tabellarisch nicht da stehen, wo sie eigentlich hingehören.“

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Das ist momentan Rang 16, langsam rückt sogar die CL-Qualifikation in weite Ferne. „Momentan über die Champions League nachzudenken, ist mittlerweile ein mathematisches Problem“, gestand BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Doppelpass. Eine neue Spitze im Streit mit FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge konnte er sich trotz aller sportlicher Sorgen aber nicht verkneifen. Angesprochen auf Rummenigges Aussagen zur Ausstiegsklausel von Reus, der „damit nicht für Unruhe in Dortmund sorgen“ wollte, konterte Watzke: „Der Stil von Karl-Heinz Rummenigge hat auf der nach oben offenen Heuchel-Skala einen ganz hohen Wert.“ Zur Zukunft von Reus wollte Watzke kein klares Statement abgeben. Das tat dafür Mario Götze. „Ich würde mich freuen“, sagte der 22-Jährige zu einem möglichen Wechsel seines Kumpels Reus zum FCB, fügte aber an: „Aber ich glaube, das hat noch Zeit.“ Der Transfer würde zwar nicht zur Spannung in der Liga beitragen, aber sicher zur Heiterkeit beim FC Bayern…

sw, lop

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