Comeback gegen VfB möglich

Badstuber verteidigt Peps riskante Taktik

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Comeback gegen den VfB? Holger Badstuber ist vorsichtig optimistisch.

München - Seine Verletzung ist ausgestanden, Holger Badstuber hat sich wieder zurück ins Team des FC Bayern gekämpft. Gegen den VfB winkt am Samstag das Comeback. Die jüngste Kritik an der Taktik kann er nicht nachvollziehen.

Am 3. Spieltag der laufenden Saison passierte, was eigentlich nicht passieren durfte: Holger Badstuber verletzte sich - wieder einmal. Gerade erst hatte sich der Bayern-Verteidiger nach einer gut 19 Monate langen Pause wegen zweier Kreuzbandrisse wieder zurückgekämpft. Und dann das: Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zog sich der 25-Jährige eine Muskelverletzung zu, die ihn für den Rest der Hinrunde außer Gefecht setzte. Seit Anfang Januar wirbelt der Defensivmann nun wieder mit den Teamkollegen im Mannschaftstraining - zur Freude von Trainer Pep Guardiola und natürlich zu seiner eigenen.

Badstuber winkt Comeback gegen VfB Stuttgart

Und offenbar könnte sich am Samstag ein Kreis schließen - dann nämlich, wenn Badstuber beim Gastspiel in der Mercedes-Benz Arena gegen den VfB Stuttgart wieder in die Bayern-Formation rückt und sein Comeback gibt. Fit fühlt sich der Abwehrmann offenbar - und benötigt würde er nach der Sperre gegen Jerome Boateng auch.

Gegenüber Sport1 erklärte Badstuber: "Ob ich spiele, das entscheide nicht ich. Unabhängig davon: Für mich sind diese Spiele aber immer was Besonderes, weil ich ja auch mal beim VfB gespielt habe." Er sei zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber "ich spüre, dass es mir immer besser gelingt, in den Rhythmus reinzukommen. Es fehlen natürlich noch Dinge, die ich noch erarbeiten muss. Das ist ganz normal. Nach vier oder fünf Wochen ist das noch nicht alles da. Aber es kommt."

Badstuber über Dante: "Wir stehen voll hinter ihm"

Der Stotterstart seines Teams in die Rückrunde beunruhigt Badstuber kaum ("Ich habe absolut keinen Kriseneindruck"), auch die Kritik an der offensiven Verteidigungstaktik von Trainer Pep Guardiola kann der gebürtige Allgäuer nicht nachvollziehen. "Es ist ein Risiko dabei, aber wir wollen das auch. Das hat uns so stark gemacht, das macht unseren Fußball so attraktiv. Das können wir mit breitem Selbstbewusstsein spielen." Allerdings weiß Badstuber auch um die Schwachstelle des Systems: "Es müssen alle mitmachen. Wenn das der Fall ist, ist das für jeden einfacher. Zuletzt waren die Fehler zu groß und dadurch haben sich Fehlerketten gebildet. Dann kommt der Gegner auch zu Chancen."

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Auch die zuletzt harsche Kritik am Teamkollegen Dante hält Badstuber für völlig fehl am Platze: "Er ist für mich eine große Persönlichkeit und ein sehr, sehr guter Spieler. Es wurde viel aufgebauscht nach dem 1:7 gegen Deutschland damals. Aber das war Nationalmannschaft, hier sind wir beim FC Bayern, hier hat er großartige Leistungen gebracht. Wir stehen voll hinter ihm."

Zum Thema Unterstützung kann Badstuber schließlich sein ganz eigenes Kapitel erzählen. Während seiner Leidenszeit erhielt der Innenverteidiger Rückhalt bei vertrauten Personen - und will sich nun dafür revanchieren: "Ich bin den engen Leuten, die um mich herum sind, sehr dankbar. Die kann ich an einer Hand abzählen. Ich werde sie immer spüren lassen, dass sie in der schwierigen Zeit für mich da waren. Ich versuche, das nun mit kleinen Geschenken und Gesten zurückzugeben."

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