FCB-Verteidiger heiß auf DFB-Team

Badstubers hohes Ziel: "Das will ich unbedingt"

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Holger Badstuber übt sich in Kung Fu - irgendwann soll es auch mit dem comeback in der Nationalmannschaft wieder klappen.

München - Seit dem 7. Januar nimmt Holger Badstuber wieder am Teamtraining des FC Bayern teil. Eine Verletzung hatte ihn seit dem 3. Spieltag außer Gefecht gesetzt. Doch sein Ehrgeiz hat keinen Schaden genommen.

Am 3. Spieltag der laufenden Saison gab es den nächsten Rückschlag für Holger Badstuber: Der Bayern-Verteidiger, der nach zwei Kreuzbandrissen und anderthalb Jahren Pause gerade erst wieder den Sprung in die Stammelf geschafft hatte, zog sich gegen den VfB Stuttgart eine Muskelverletzung (Sehnenriss) zu, die ihn für den Rest der Hinrunde außer Gefecht setzte. Seit Anfang Januar wirbelt der Defensivmann nun wieder mit dem Teamkollegen im Mannschaftstraining - zur Freude von Trainer Pep Guardiola und natürlich zu seiner eigenen.

"Der Kontakt zur Nationalmannschaft ist nie abgerissen"

Badstuber will wieder aktiver Teil der Mannschaft sein, will Titel nicht nur auf dem Briefkopf sammeln, sondern selbst einfahren. Seine Blessuren "kosteten" ihn das Bayern-Triple 2013 und auch bei der WM 2014 in Brasilien musste der 25-Jährige zusehen, wie die Kollegen sich den Weltmeisterpokal schnappten. Damit soll nun Schluss sein, Badstuber formuliert hohe Ziele. "Der Kontakt zur Nationalmannschaft ist immer da, der ist nie abgerissen. Es ist ein langfristiges Ziel, wieder Nationalspieler zu werden. Das will ich unbedingt", sagt der Verteidiger, der bislang 30 Mal im Deutschland-Trikot zum Einsatz kam, der "Bild am Sonntag".

Doch der Profi, der sich über die Jugend und die Amateure in die erste Mannschaft spielte, weiß, dass er nicht überziehen darf. "Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Ich will jetzt erst mal kleine Ziele erreichen, will wieder bei Bayern eine Rolle spielen. Eins nach dem anderen – das habe ich aus den vergangenen Jahren gelernt. Nie zu früh zu viel."

Badstuber sicher: "Ich verstehe Peps Handschrift"

Dass er seinen Platz in Guardiolas Teamgebilde findet, davon ist auszugehen. Schließlich schwärmt der Spanier in den höchsten Tönen von seinem "Neuzugang" in der Winterpause: "Es gibt wenige Verteidiger auf der Welt, die solche Qualitäten am Ball haben."

Und wie sieht es mit der fehlenden Spielpraxis und der damit verbundenen fehlenden Kenntnis des Pep'schen Spielsystems aus? Für Badstuber kein Problem. "Ich habe ja jedes Spiel von Bayern gesehen, die Mannschaft, die Bewegungen, den Spielaufbau, alles genau beobachtet. Man kann sagen: Einen Großteil vom Pep-Fußball habe ich von der Tribüne aus gelernt. Ich verstehe die Handschrift des Trainers. Deshalb werde ich auch den Anschluss finden", ist der Kicker übrzeugt.

Die Kollegen freuen sich jedenfalls über das Comeback Badstubers: "Wir sind froh, dass er hier dabei ist und wieder mitmachen kann“, sagte Bastian Schweinsteiger über das Münchner Eigengewächs, das in den vergangenen zwei Jahren wahrlich nicht vom Glück verfolgt worden ist.

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