Beste Laune beim Tabellenführer

Rummenigge: Sieg gut für die Weihnachtsfeier

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Franck Ribéry (2.v.r) schoss die Bayern zum 1:0-Sieg gegen Leverkusen. Foto: Andreas Gebert

München - Auf die Herbstmeisterschaft können die Bayern bei ihrer heutigen Weihnachtsfeier noch nicht anstoßen - aber egal. Franck Ribéry hat auch so für beste Feierlaune gesorgt.

Auf die Herbstmeisterschaft können die Bayern bei ihrer Weihnachtsfeier am 2. Advent noch nicht anstoßen - aber egal. Mit seinem 100. Pflichtspieltor im Trikot des Rekordchampions hatte Franck Ribéry auch so für beste Feierlaune gesorgt. Nach dem 1:0 im Topspiel gegen Bayer Leverkusen taugt allenfalls noch der „nur“ sieben Punkte zurückliegende VfL Wolfsburg zum Bayern-Jäger, der Durchmarsch des Serienmeisters zum 25. Titel ist programmiert.

„Es ist immer schön, wenn man gewonnen hat, da ist die Stimmung auf einer Weihnachtsfeier besser“, frohlockte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge vor dem gemeinsamen Festmahl am Sonntag. Die 90 Minuten Schwerstarbeit am Vorabend begrüßten die Unschlagbaren sogar.

„Es war ein schwieriges Spiel, aber das ist auch mal schön. Das ist das, was wir brauchen“, meinte Arjen Robben. „Leverkusen hat uns gefordert“, sagte auch Nationaltorwart Manuel Neuer, der im 14. Saisonspiel zum 11. Mal ohne Gegentor blieb! „So ein deutscher 1:0-Sieg gefällt mir auch ganz gut“, scherzte Neuer entspannt.

Besonders froh war Pep Guardiola. Der Spanier hatte sich nicht wieder von Bayer-Trainer Roger Schmidt überrumpeln lassen, so wie beim 0:3 zu Jahresbeginn in einem Testspiel gegen Red Bull Salzburg.

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Guardiola stand in seiner Coaching Zone unter Dauerstrom. Er machte Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt „Druck, Druck, Druck“, als dieser das Nasenbluten bei Robben nicht rasch genug stillen konnte. Und er gestikulierte permanent wild mit den Armen. Den Schlüssel zum Sieg fand er dann in der Halbzeitpause, als er seine Breitwand-Taktik mit Robert Lewandowski und Thomas Müller als Links- und Rechtsaußen aufgab. Diese hatte Leverkusen viel Kraft geraubt, aber auch das eigene Angriffsspiel getötet. Der größte Glücksgriff aber war kein namhafter Star, sondern ein Hinterbänkler: Sebastian Rode.

Guardiola wechselte den Trainings-Weltmeister für den echten Weltmeister Mario Götze ein. Und plötzlich stimmte die Statik im Münchner Ensemble wieder, Bayern ergriff die Initiative und hätte sogar höher gewinnen können. „Er hat uns mehr Vollgas gegeben“, lobte Guardiola den Ex-Frankfurter Rode. „Unser Trainer hat gut reagiert, indem er Rode zusätzlich ins Mittelfeld gebracht hat. Das hat das Spiel ein Stück weit zu unseren Gunsten beruhigt, und wir haben dann ein Übergewicht gekriegt“, analysierte Rummenigge.

„Der Schlüssel ist immer, dass du eine Idee hast“, bemerkte Sportvorstand Sammer. Guardiolas erste war, dass sich die Leverkusener vor der Pause müde laufen sollten, was sie auch taten. „Wir waren auf Augenhöhe mit den Bayern bis zum Tor“, resümierte Bayer-Coach Schmidt: „Dafür haben wir einen sehr großen Aufwand betreiben müssen.“ Der für Bayern stechende Joker Rode holte auch die Ecke heraus, die zum entscheidenden Tor von Ribéry führte.

Das Gütesiegel Matchwinner wollte der 24-jährige nicht, stolz war Rode trotzdem: „Wenn man auf dem Feld steht und zum 1:0 beiträgt, fühlt man sich natürlich mehr wert.“ Der Mann aus der zweiten Reihe beklagt sich nicht, er arbeitet und setzt Akzente, wenn er reinkommt. „Er trainiert und spielt immer mit hundert Prozent“, lobte Guardiola den Neuzugang, den er sogar Weltmeister Bastian Schweinsteiger vorzog.

dpa

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