Die Bayern im Januar 2009: Poldi bekommt seinen Willen

Als er gehen durfte, war Poldi (l.) wieder munter
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Als er gehen durfte, war Poldi (l.) wieder munter

München - Der FC Bayern hat 2009 mit Jürgen Klinsmann und einem US-Superstar in der Wüste begonnen. Außerdem bekam Podolski seinen Willen und durfte zurück zum FC Köln. Das war der Januar:

Der FC Bayern im Januar 2009

Der FC Bayern im Januar 2009: Der Jahresrückblick in Bildern

Der FC Bayern im Januar 2009: Der Jahresrückblick in Bildern
Der US-Amerikaner Landon Donovan wollte sich als Leihspieler beim FC Bayern für ein längerfristiges Engagement in der Bundesliga empfehlen. Anfang Januar stieß der größte Soccer-Star der Vereinigten Staaten zum deutschen Rekordmeister ins Trainingslager in Dubai.
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Der zunächst bis zum 8. März von den Los Angeles Galaxy ausgeliehene Angreifer war sich schon vor seinem Wechsel über den großen Teich darüber im Klaren, dass er beim Deutschen Meister auf große Konkurrenz treffen würde. “Bayern hat drei Super-Stürmer mit Luca Toni, Miroslav Klose und auch Lukas Podolski“, sagte der 26-Jährige damals.
Glänzender Einstand: Donovan schoss in fünf Testspielen vier Tore für die Bayern. Und plötzlich schwärmten alle von Landon Donovan. Der 26-jährige Ami war nur ausgeliehen – bis Mitte März. Kaufen wollten ihn die Bayern dann aber doch nicht... © Getty
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Bis zum 10. Januar standen für die Bayern in Dubai intensive Einheiten auf dem Übungsplan, ehe vor der Rückreise noch zwei Testspiele in Abu Dhabi gegen Al Jazeera (10.1.) sowie in Saudi-Arabien gegen Al Wheda (12.1.) stiegen.
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Kleiner Exkurs: Von einer drohenden Finanzkrise war in den Emiraten damals nach außen hin wenig zu spüren...
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Uli Hoeneß in seinem x-ten Trainingslager mit den Bayern. Am Ende des Jahres sollte der FC Bayern finanziell besser denn je dastehen, während die Scheichs in Dubai langsam zu knabbern haben...
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Hamit Altintop bei einem typischen Touri-Foto
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Problemstürmer Lukas Podolski war auch im Januar ein Dauerthema beim FC Bayern. Einer seiner vielen Rückschläge: Poldi reiste nicht mit ins Trainingslager nach Dubai – wegen eines grippalen Effekts.
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Der Kölner Traum wird wahr: Lukas Podolski durfte vom FC Bayern an den Rhein zurückkehren.
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Nur noch Kleinigkeiten waren zu regeln, aber im Januar herrschte endlich Einigkeit: Im Sommer sollte der Transfer über die Bühne gehen. Kölns Manager Michael Meier: „Die Eckwerte sind ausdiskutiert. Für die letzten Dinge ist ein Treffen nicht mehr nötig.“
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Noch ein Sommer-Transfer: Bayern brachte Anfang des Jahres den Wechsel von Ivica Olic in trockene Tücher. Unklar war nur noch, wann der Stürmer an die Isar kommt. Olic schließlich: „Ich habe beim FC Bayern einen Vertrag ab dem 1. Juli unterschrieben. Es ist besser, ich komme im Sommer und fange dann von vorne an.“ © dpa
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Die Frage bei Mark van Bommel: Nimmt der Bayern-Kapitän den Einjahresvertrag des FC Bayern an oder nicht? Es schien eine Frage der Ehre. Der Holländer hätte lieber einen Zweijahresvertrag gehabt. Am Ende akzeptierte er - im März - das Angebot über ein Jahr.
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Van Bommel blieb und fürchtete keine Konkurrenz. „Sollte Tymoschtschuk kommen, sitzt er schön auf der Ersatzbank. Dafür würde ich sorgen“, äußerte der niederländische Nationalspieler in Dubai selbstbewusst in Bezug auf den 29 Jahre alten Kapitän von St. Petersburg.
Endlich nicht mehr diese Kälte! „Leider bleiben wir nur zehn Tage in Dubai. Hier hat man mehr Lust zu trainieren, als bei minus zehn Grad in Deutschland“, meinte Zé Roberto zum Standort Dubai.
Und die Qualen eines Trainingslagers? Kein Problem für den Routinier. „Ich bin in der Form meines Lebens – und das habe ich Jürgen Klinsmann zu verdanken. Ich habe bei ihm mehr Freiheiten als früher unter Ottmar Hitzfeld“, sagte Zé. © dpa
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Das Ribéry-Theater: Will und darf er zu Real Madrid oder nicht? Eine Kostprobe: „Ich kann nichts versprechen, denn im Fußball ist wirklich alles möglich. Ich fühle mich bei Bayern sehr wohl, aber ich bin für alle Sachen und in alle Richtungen offen. Wirklich für alles. Ich lege meine ganze Konzentration auf den Platz. Über die anderen Dinge kümmern sich meine Berater.“
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Das sagte der Weltstar auf die einfache Frage, ob er seinen Vertrag bei den Bayern erfüllen wolle. Es sollten noch viele Meldungen und Äußerungen dieser Art fallen.
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Anfang des Jahres war auch noch nicht klar, wer in die Fußstapfen des damaligen Managers Uli Hoeneß steigen sollte: Oliver Bierhoff, Oliver Kreuzer, Oliver Kahn, dazwischen auch mal Klaus Allofs oder schließlich Christian Nerlinger – die Namen, die in der Frage der Nachfolge von Uli Hoeneß gehandelt wurden, waren Legion. © dpa
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Viele wollen – aber wer darf? Uli Hoeneß selbst hielt sich im Januar noch bedeckt: „Wir werden rechtzeitig sagen, wer die Arbeit macht.“ Noch macht sie Hoeneß, und das kämpferisch wie eh und je. „Bayern wird Meister, wir sind ja schon gefühlter Herbstmeister“, polterte er in Dubai.
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Bisher war die Rückennummer 31 Bastian Schweinsteigers Markenzeichen. Doch schon bald könnte das der Vergangenheit angehören, meinte er. Denn: Schweini will die 10.„Es ist noch überhaupt nichts in dieser Angelegenheit entschieden“, sagte der Nationalspieler zwar zur tz. Aber was nicht ist, könnte bald werden. Denn Bayern-Manager Uli Hoeneß bestätigte der tz: „Wir haben darüber gesprochen und jetzt schauen wir mal, was passiert.“
Möglich schien es Tage später auch, dass er bald im zentralen Mittelfeld landen würde. „Ich sehe mich weiter als zentraler Mittelfeldspieler. Da bin ich am stärksten, so wurde ich ausgebildet. Auch darüber haben wir uns bei den Vertragsgesprächen unterhalten“, verriet der Nationalspieler.
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Fußball gespielt wurde Ende Januar auch noch - und wie! Im DFB-Pokal zerlegte der FCB den VfB Stuttgart nach allen Regeln der Kunst mit 5:1. „Gib mir Fünf!“, titelte die tz damals. © dpa
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Da war doch was, werden sich die Bayern-Fans erinnern. Genau: Erst schaufelte Franck Ribéry VfB-Keeper Lehmann einen Elfmeter ganz schön arrogant mitten auf den Latz, später verwandelte Bastian Schweinsteiger (Foto) dafür ganz sicher zum 4:0. © dpa
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Grund zum Jubeln hatte das Elfmeter-Duo als Torschützen zum 1:0 und 2:0 eh schon vor den Strafstößen. © dpa
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Das 3:0 machte Luca Toni noch vor Halbzeit. Endlich wieder Grund zum Schrauben! © dpa
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Mann des Spiels: Zé Roberto (links). Der Brasilianer bereitete zwei Tore vor, erzielte eines selber. © dpa
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Drei Tage danach sah die Bayern-Welt in der Bundesliga schon wieder ganz anders aus... Spüren Sie die Schwingungen zwischen Uli Hoeneß und Jürgen Klinsmann?
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Das war passiert: Nach einer Ecke klärte Schweinsteiger in die Mitte, Jarolim zog ab, Rensing konnte nur nach vorne abklatschen, Petric staubte ab – 1:0 für den HSV. Dabei blieb es.
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Aufreger des Spiels: Toni setzte sich gegen Reinhard durch und mogelte den Ball in typischer Toni-Manier ins Hamburger Tor. Jubel, Ohrschrauber, Luftsprung – Schiri Kircher aber pfiff Foul. Eine Fehlentscheidung!
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Verdient wäre es aber nicht gewesen. Von Tempofußball, wie ihn sich Jürgen Klinsmann wünschte, waren die Bayern damals meilenweit entfernt. Und klar wurde auch: Wenn es bei Franck Ribéry nicht läuft, haben die Bayern ein Problem. Das ist heute immer noch nicht anders...
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Zu guter Letzt: Zé Roberto spielte gegen seinen späteren Verein. Aber wie sich das ergab, lesen Sie hier in den nächsten Tagen!

Die Bayern bezogen ihr Wintertrainingslager mit einem neuen Spieler im Gepäck. Doch für Manager Uli Hoeneß bedeutete das alles andere als Urlaub. Der Jahresanfang stand im Zeichen von Transfers, Transfergerüchten und Vertragsverhandlungen. Zwei Deals machten die Bayern im Januar dicht.

Fußball gespielt wurde Ende des Monats auch noch - und wie! Doch das Hochgefühl sollte nicht sonderlich lange währen.

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