Vergleich der Mittelfeldstrategen

Boateng: Das unterscheidet Kroos von Alonso

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Im Länderspielen werden sich Xabi Alonso (l.) und Toni Kroos nicht mehr gegenüberstehen - der Spanier hat seine Nationalmannschaftskarriere beendet.

München - Viel ist gesprochen und geschrieben worden über die Transfers von Toni Kroos und Xabi Alonso zwischen Real und Bayern. Doch was sagen eigentlich die Teamkollegen dazu? Jerome Boateng hat sich nun geäußert.

Jerome Boateng, Meister, Pokalsieger, Weltmeister und Champions-League-Sieger ist so zufrieden mit seinem Job, wie man nur zufrieden sein kann. "Ich hatte keinen anderen Traumberuf, wie Feuerwehrmann oder Polizist. Ich bin froh und dankbar, dass ich meinen Traumberuf habe", erklärte der Bayern-Verteidiger auf einer Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft, mit der er am Freitag in der EM-Qualifikation gegen Fußballzwerg Gibraltar und am Dienstag in einem freundschaftlichen Kräftevergleich gegen Spanien antritt.

Boateng: "Unglaublich, wie schnell sich Alonso eingefügt hat"

Jerome Boateng auf der DFB-PK.

Zu Boatengs Traumberuf gehört es, mit absoluten Weltklasse-Fußballern wie bis zum Sommer mit Toni Kroos und seit Sommer mit Xabi Alonso zusammen in einer Mannschaft zu kicken. Daher fällt es dem 26-Jährigen auch nicht schwer, die beiden Weltstars miteinander zu vergleichen. "Bei der WM hat man es gesehen, aber auch schon davor: Toni ist ein technisch fast perfekter Spieler, links wie rechts", gerät Boateng förmlich ins Schwärmen über den von Bayern zu Real Madrid gewechselten Kroos. "Er hat sich über die Jahre immer weiter entwickelt und spielt jetzt bei einem der größten Vereine der Welt." Den 24-Jährigen zeichne die Fähigkeit aus, das Tempo des Spiel zu bestimmen: "Er kann punktgenau schnelle Diagonalpässe spielen."

Xabi Alonso, der 32-jährige spanische Welt- und Europameister, der kurz vor Schließung des Transferfensters im Sommer von Real an die Säbener Straße gewechselt war, sei zwar schon etwas älter als Kroos, verfüge aber über die gleichen Qualitäten, "nur eben in seinem Tempo". Dies sei aber enorm wichtig für das Spiel des FC Bayern, daher sei er "absolut zufrieden", mit Alonso in einer Mannschaft zu spielen. "Es ist unglaublich, wie er sich bei uns eingefügt hat", staunt Boateng über die Anpassungsfähigkeiten des Mittelfeldstrategen: "Er hat durch seine Leistung überzeugt und ist ein Leader geworden."

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Diese Stellung hat Kroos inzwischen auch bei den Königlichen in Madrid inne. Sein Trainer Carlo Ancelotti überhäufte den deutschen in einem Interview mit dem spanischen Radiosenders "Onda Cero" geradezu mit Lob. "Was mich an Toni Kroos am meisten beeindruckt, ist, dass er sich nie einen Kopf macht. Ob er unter Druck steht oder nicht, ob es gegen einen starken oder weniger starken Gegner geht, sein Spiel ist immer verlässlich auf dem gleichen hohen Niveau", erklärt der Italiener. Alonso scheint bei Real also niemand zu vermissen, Kroos hat die Rolle des Nachfolgers bislang glänzend ausgefüllt, meint Ancelotti: "Toni ist sehr wichtig, weil viel von unserem Spiel über ihn läuft."

Offenbar ist also eine Situation entstanden, aus der alle Beteiligten als Sieger hervorgehen: der FC Bayern, Real Madrid, Toni Kroos und Xabi Alonso.

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