Amerikanischer WM-Torschütze

Bayerns US-Boy Green hofft auf Extra-Schub

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Julian Green muss den Bayern-Kollegen Infos über den US-Fußball geben.

Harrison - Neben den Autogrammen von Franck Ribéry und Robert Lewandowski waren vor allem die Schriftzüge von Julian Green gefragt. Den amerikanischen WM-Torschützen machte der Trip mit dem FC Bayern in sein Geburtsland „stolz“.

Als auf der ersten Pressekonferenz des FC Bayern in Amerika auch die vierte Frage an Pep Guardiola gerichtet war, schritt der Trainer ein. Mit einem Lächeln wies er im überfüllten Interviewraum der Red Bull Arena von Harrison/New Jersey die Medien darauf hin, dass neben ihm Julian Green sitze. Dies war durchaus notwendig. Denn bis dato war der 19 Jahre alte Mittelfeldmann gänzlich unbeachtet geblieben.

Anschließend rückte der Fußball-Floh aus Florida vor allem in den Fokus der US-Medien. Nicht völlig überraschend, denn schließlich hatte Julian Wesley Green bei der Weltmeisterschaft im Achtelfinale gegen Belgien gleich mit seiner ersten Aktion das 1:2-Anschlusstor für das Team von Jürgen Klinsmann erzielt. Das Aus seines Teams in der K.o.-Runde konnte zwar auch er nicht mehr verhindern, aber er sicherte sich einen Platz in den nationalen Statistiken: Als jüngster WM-Torschütze des US-Verbandes. Rückblick, Fazit, Ausblick - Green hatte reichlich zu erzählen.

Green hofft auf Extra-Schub durch US-Trip

„Die WM war eine großartige Erfahrung. Ich habe 15 Minuten gespielt, ein Tor geschossen - darüber bin ich sehr glücklich“, meinte er. Guardiola hob hervor, dass man auch als Verein stolz auf Greens WM-Auftritt gewesen sei. Auch wenn der junge US-Boy da im Schatten der Weltmeister kaum zu sehen ist.

„Ich bin einfach nur stolz, jetzt hier im Land, in dem mein Vater lebt und in dem ich geboren wurde, mit Bayern spielen zu dürfen und nicht nur mit der Nationalmannschaft“, betonte Green, der in Tampa zur Welt kam, vor dem Testspiel der Bayern am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York gegen Chivas Guadalajara aus Mexiko. Vor knapp zwei Monaten war er bereits mit der Nationalmannschaft zum WM-Vorbereitungsmatch gegen die Türkei an der New Yorker Peripherie.

Green verriet, dass sich ein paar Teamkollegen bei ihm erkundigt hätten, wie es denn sei, in Amerika zu spielen. „Denen habe ich natürlich nur positive Antworten gegeben“, sagte Green. In der Vorbereitung will der Mann mit der Rückennummer 37 auch positive Signale an Guardiola senden und sich für einen festen Platz im Bayern-Kader empfehlen. Von dem Trip in sein Geburtsland erhofft er sich einen Extra-Schub, die Zeiten in der viertklassigen Regionalliga sollen endgültig der Vergangenheit angehören. „Ich möchte zeigen, dass ich Tore schießen kann - nicht nur in den Testspielen, sondern auch dann, wenn es um etwas geht.“

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Green hatte bereits im vergangenen Sommer die Vorbereitung im Profikader mitgemacht, anschließend aber vorrangig in der zweiten Mannschaft gespielt. „Wir wissen, dass er talentiert ist, ein Fighter, hat ein Näschen dafür, wo das Tor steht. Sein Zug zum Tor ist Klasse“, lobte Guardiola. Ähnliche Worte waren in den vergangenen Monaten auch oft von Klinsmann zu hören. Umso ärgerlicher für Green, dass er derzeit leichte Kniebeschwerden hat. Seine Einsatzzeiten werden vom Verlauf dieser Verletzung abhängen, so Guardiola.

Greens Popularität bei den amerikanischen Fußball-Fans indes dürfte weder unter den Wehwehchen noch unter geringer Spielzeit leiden. Als die Bayern-Spieler nach der Trainingseinheit zu den mehreren hundert Zuschauern gingen, um Autogramme zu schreiben, hatten drei von ihnen am meisten zu tun: Franck Ribéry, Robert Lewandowski und Julian Green.

dpa

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