Bayern-Boss schwärmt von Guardiola

Rummenigge: "War ein genialer Schachzug von Pep"

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Pep Guardiola (l.) hat seinen Chef Karl-Heinz Rummenigge vollends überzeugt.

München - Die Verpflichtung von Guardiola hat sich für den FC Bayern voll ausgezahlt, findet Karl-Heinz Rummenigge. Was der Vorstandsvorsitzende an Pep so genial findet und warum er im Urlaub erst telefoniert und dann badet:

Die Fallhöhe war enorm: Was konnte Pep Guardiola als Nachfolger von Triple-Trainer Jupp Heynckes beim FC Bayern schon gewinnen? Doch der Spanier hat alle seine Kritiker überzeugt - und Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge sowieso.

Im Interview auf fcbayern.de lobt der Vorstandsvorsitzende seinen Trainer über den grünen Klee und zeigt sich überhaupt nicht überrascht, dass Guardiola gleich voll einschlug: "Wie zuvor in Barcelona hat er gezeigt, welch große Qualitäten er hat. Pep ist ein wunderbarer Trainer mit einer klaren Philosophie, einem klaren Plan - und, wie man im Pokalfinale gesehen hat, ein Trainer, der taktisch auch mal etwas Überraschendes macht." Die Vereinsführung sei hochzufrieden mit seiner Arbeit, die mit der frühesten Meisterschaft aller Zeiten und dem DFB-Pokalsieg auch Früchte trug. "Man muss dem lieben Gott danken, dass er uns diesen Pep Guardiola nach München geschickt hat", findet Rummenigge.

Rummenigge: Guardiola musste sich umgewöhnen

Besonders einen taktischen Schachzug Guardiolas imponiert ihm: Lahm auf die Sechs zu stellen "war ein genialer Schachzug", so Rummenigge: "Du hattest den vielleicht Weltbesten rechten Verteidiger - und mit dem Wechsel auf die Sechs hat er der Mannschaft nochmal mehr Qualität verliehen. Philipp hat Spaß an seiner neuen Position gefunden und agiert dort unglaublich schlau und intelligent." Zudem spiele die Mannschaft unter Pep taktisch höher und mit mehr Pressing als in der Triple-Saison. Diese Veränderungen kamen bei der Mannschaft offensichtlich an: "Von einem Philipp Lahm, einem Arjen Robben oder Manuel Neuer habe ich immer wieder gehört, wie sehr es den Spielern Spaß macht, etwas Neues zu machen."

Dass Guardiola selbst von seinem persönlich "schwierigsten Jahr als Trainer" sprach, erklärt Rummenigge wie folgt: "Er musste sich an eine andere Kultur in Deutschland und hier bei Bayern München gewöhnen, auch die Sprache war neu für ihn. Das darf man nicht vergessen." Doch nun fühle sich der Spanier sehr wohl in der bayrischen Landeshauptstadt, "weil er hier etwas festgestellt hat, was es offenbar in Spanien nicht gibt: Dass die Leute ihm seine Privatsphäre lassen, wenn er mal Essen oder einen Kaffee trinken geht".

Apropos Privatsphäre: Auf den Vorstandsvorsitzenden wartet bald der lang ersehnte Urlaub nach einer ereignisreichen Saison. Doch so richtig abschalten kann man als Bayern-Boss dort wohl auch nicht: "Urlaub heißt bei mir immer: Morgens viel telefonieren wegen des Transfermarkts. Aber irgendwann packe ich dann auch mal die Badehose aus.“

Rückblick: Die Double-Saison der Bayern

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Bei der am 12. Juni beginnenden WM traut Rummenigge der deutschen Nationalmannschaft zumindest den Sprung unter die besten vier Teams zu. „Für die Deutschen ist es wichtig, gut ins Turnier zu starten. Wenn sie ein bisschen Aufwind haben, so wie vor vier Jahren, dann traue ich ihnen zu, dass sie bis ins Halbfinale durchmarschieren“, erklärte der frühere Nationalstürmer und fügte an: „Danach muss man dann auch das nötige Quäntchen Glück haben.“

Als großen WM-Favoriten machte Rummenigge Gastgeber Brasilien aus. „Sie haben eine völlig andere Gangart als früher. Es ist nicht mehr diese sich an sich selbst berauschende Mannschaft, sondern ein Team, das unglaublich aggressiv zur Sache geht“, kommentierte der 58-Jährige.

FC Bayern II gegen Fortuna Köln im Live-Ticker

Wenn die zweite Mannschaft des FC Bayern am Mittwoch, 28. Mai, im Kölner Südstadion um 19 Uhr gegen Fortuna Köln spielt, wird die Partie nicht im Fernsehen übertragen. Sie finden das Hinspiel zur Relegation für die 3. Liga aber hier im Live-Ticker.

dh/dpa

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