Im Pokalfinale in der Startelf?

Götze gegen den Ex-Klub: Kampf gegen den Makel

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Mario Götze (2.v.l.) will gegen Dortmund seinen Wert für Bayern beweisen.

München - Mario Götze sucht im Bayern-Starensemble noch seinen festen Platz. Das Pokalfinale gegen seinen Ex-Verein Dortmund ist auch für ihn eine Riesengelegenheit, nachdrücklich Eigenwerbung zu betreiben.

Bei Bayern Münchens Meisterfeier auf dem Marienplatz war Mario Götze am Samstag einer unter vielen. Nach dem DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund möchte auch der 21-Jährige am liebsten noch einmal zurück auf den Rathausbalkon - diesmal als Hauptakteur. Das Duell mit seinem Ex-Verein am Samstag in Berlin (Anstoß 20 Uhr - alle Infos und das Spiel im Live-Ticker!) ist für Götze eine große Möglichkeit, seinen Wert beim FC Bayern zu bestimmen.

Zunächst einmal muss ihm jedoch Trainer Pep Guardiola überhaupt das Vertrauen schenken. Lediglich neunmal durfte Götze in der Bundesliga über 90 Minuten ran, in den wichtigen Spielen der Champions League blieb er ebenso meist auf der Bank. Die 37 Millionen Euro Ablöse und die damit verbundene Erwartungshaltung waren für den Nationalspieler offenbar durchaus ein Ballast, wobei seine Startschwierigkeiten auch verletzungsbedingte Ursachen hatten.

Wenig Einsätze in der Startelf - für Götze ein "kleiner Makel"

Aber dass Guardiola Götze am Samstag gegen Stuttgart (1:0) schonte und am Dienstag nach dem Training ausgiebig mit ihm sprach, ist nun zumindest ein Hinweis gewesen. „Es steht außer Frage, dass ich immer spielen möchte, das weiß der Trainer“, sagte der Nationalspieler.

Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer meinte zuletzt, Götze habe „den ganz großen Durchbruch komischerweise nicht geschafft“, aber auch, dass er sich mehr Einsätze des Jungstars wünsche. Götze sprach letzte Woche von „einigen neuen Erfahrungen, mit denen man umgehen muss. Für einen jungen Spieler ist es manchmal nicht so schlecht, wenn er nicht jedes Spiel macht.“

Davor hatte er seine Situation als „nicht ganz glücklich“ bezeichnet. Und nun sagte Götze, es sei „ein kleiner Makel“, in den wichtigen Spielen nicht immer in der Startelf gestanden zu haben: „Da ist man natürlich enttäuscht.“ Seine Verhältnis zum Coach sei dennoch keinesfalls belastet.

Götzes Statistiken stimmen

Ein Blick auf die offensive Ausbeute macht Götzes eigene Beurteilung, es sei insgesamt eine „gute bis sehr gute Saison“ gewesen, zulässig. In bisher 47 Pflichtspielen hat er 16 Tore geschossen und 13 Vorlagen geliefert, zudem weist Götze mit die beste Laufleistung aller Bayern-Profis auf. Doch auch er selbst sieht Ansatzpunkte: „Ich möchte noch mehr Torgefahr entwickeln, noch mehr Tore vorbereiten und auch in den entscheidenden Phasen Topleistungen zeigen“, sagte er.

Entscheidender als am Samstag gegen den Dauerrivalen, der die Münchner beim 3:0 im April ziemlich gedemütigt hatte, kann es kaum werden. Und mit dem Auftritt beim 4:1 in Hamburg vor eineinhalb Wochen hat Götze gezeigt, dass sein Trend anscheinend nach oben geht.

Bayern - Dortmund: So endeten die vergangenen zwölf Duelle

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„Mario war richtig gut. Er hat seine Qualitäten gezeigt. Das ist auch wichtig mit Blick auf das Pokalfinale“, sagte danach Arjen Robben. Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer war ebenso glücklich über Götzes Auftritt. „Wir sind froh, dass wir ihn haben“, sagte er, und Dante lobte gar: „Von seiner Technik her könnte er Brasilianer sein.“

Auf diese individuelle Qualität will sich Götze in seinem ersten großen Finale der Karriere konzentrieren und auch mögliche negative Äußerungen der Dortmunder Fans ausblenden. Diese hatten ihn im November bei seiner erstmaligen Rückkehr in die alte Heimat gehörig ausgepfiffen. „Das war extrem“, sagt Götze, „aber mittlerweile sehe ich das gelassener.“ Seine Antwort war damals das Führungstor, in Berlin hätte er sicher nichts gegen eine ähnliche Replik.

sid

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