Bayern auswärts beim AS Rom

Benatia: "Pfiffe der Fans stören mich nicht"

München - Der Wechsel von Medhi Benatia vom AS Rom zu den Bayern schlug hohe Wellen - die Klubbosse warfen dem Marokkaner ein hinterlistiges Spiel vor. Nun tritt der Verteidiger erstmals wieder gegen seinen Ex-Klub an.

Es war ein unschönes Nachspiel, das der Wechsel von Medhi Benatia zum FC Bayern nach sich gezogen hatte. Roma-Präsident James Pallotta hatte dem Marokkaner vorgeworfen, die Unwahrheit gesagt zu haben, Sportdirektor Walter Sabatini hatte kurz darauf unterstellt, Benatia habe sich hängen lassen und so den Verkaufspreis von über 60 Millionen Euro auf unter 30 Millionen Euro gedrückt.

Benatia: Habe in Rom noch viele Kumpels

Dass Benatia nun in der Champions League mit seinem neuen Verein ausgerechnet auf seinen Ex-Klub trifft, hatte der 27-Jährige zwar nicht befürchtet, aber geahnt, wie er im Interview mit bundesliga.de verrät: "Es war der Tag, an dem ich beim FC Bayern offiziell vorgestellt wurde. Ich saß mit meiner Frau und meinem Berater im Hotel und habe gesagt, dass ich mir sicher bin, dass wir auf die Roma treffen. Und so kam es auch."

Dennoch habe er sich über das Los gefreut. "Es macht mich einfach glücklich, weil es für mich die Möglichkeit sein wird, alle meine Freunde wieder zu sehen. Ich habe dort noch viele Kumpels bei den Spielern, wie Miralem Pjanic, Daniele de Rossi, Francesco Totti, und so weiter", erklärt der Defensivmann.

"Pep braucht meine Tipps nicht"

Dass sein nicht gerade glorreicher Abgang den Tifosi der Roma übel aufstößt, ist Benatia bewusst. Dementsprechend bereitet er sich auf einen ungemütlichen Empfang im Stadio Olimpico vor: "Die Roma-Fans werden mich möglicherweise mit Pfiffen begleiten, aber das stört mich nicht. Ich weiß, dass ich in Rom immer mein Bestes gegeben habe. Für mich persönlich wird es mit Sicherheit ein besonderes Spiel."

Dass Bayern-Coach Pep Guardiola auf seine Ratschläge angewiesen ist, um die "Giallorossi" zu schlagen, glaubt Benatia nicht. "Ich denke, dass der Trainer ein starkes Team um sich hat, das die Gegner stets perfekt unter die Lupe nimmt und analysiert. Ich glaube nicht, dass er meine Tipps braucht", so der Verteidiger, der vergangene Saison 33 Partien in der Serie A für die Roma bestritt und dabei fünf Tore erzielte.

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Sportlich erwartet Benatia ein umkämpftes Duell mit den alten Kollegen. Die Römer seien besonders motiviert, in der Champions League zu brillieren, da es die erste Teilnahme an der "Königsklasse" seit vier Jahren sei: "Der AS Rom hat sich richtig gut verstärkt und ist unberechenbar. Wir wissen, wie schwer es wird, dort zu bestehen."

Vor allem auf Totti gelte es aufzupassen. Der Kapitän der Römer ist zwar schon im etwas gehobenen Fußballeralter von 38 Jahren, "aber durch seine Erfahrung, seine technischen Fähigkeiten und seine Spiel-Intelligenz ist er noch lange nicht weg zu denken", warnt Benatia.

Rubriklistenbild: © afp

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