Marokkaner in Rom unbeeindruckt

Ablehnung und Hass gegen Medhi Benatia

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Ein Bild mit Symbolcharakter: Medhi Benatia ganz souverän, Roms Francesco Totti dagegen hat das Nachsehen.

Rom - Schon bei der Ankunft brauchte ­Medhi Benatia drei Bodyguards, um unbeschadet ins Hotel zu kommen – und viel gemütlicher wurde es nicht während des Rom-Trips des Ex-Römers.

 Ablehnung und Hass, wohin er auch kam – der Marokkaner hatte es wirklich nicht leicht. Kam er auch nur in die Nähe des Balles, pfiffen ihn seine ehemaligen Fans gnadenlos aus. Ein Problem? Nein, fand Franz Beckenbauer bei Sky: „Benatia wird seine Probleme haben im Spiel, denn das mag keiner. Aber wenn einer den Verein wechselt und dann zurückkommt, wird er ausgepfiffen, das ist auf der ganzen Welt so.“

Zumal davor reichlich Schmutzwäsche gewaschen wurde. Benatia selbst warf seinem Ex-Verein vor, ihn nur wegen des Geldes verkauft zu haben, Rom schoss zurück und warf ihm vor gierig zu sein.

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Auf dem Feld ließ sich Benatia zunächst nichts anmerken – aber da wurde er auch nur von den Fans und nicht den Gegenspielern behelligt. Mitte der zweiten Halbzeit hatte er dann zwei mal Glück: Einmal hielt Neuer grandios, als Benatia Gervinho frei schießen ließ, kurz danach pfiff der Schiedsrichter zu Unrecht Abseits. Dusel für Medhi…

Aber angesichts der Stimmung gegen ihn hatte er sich das vielleicht auch verdient. Dass Pep Guardiola ihn überhaupt in diese Prüfung geschickt hatte, war überraschend – aber richtig, sagte Igli Tare, Sportdirektor von Lazio Rom: „Ich schätze die Art und Weise, wie Pep Guardiola Risiko eingeht. Das ist ein erfahrener Spieler, der das Vertrauen des Trainers jetzt zurückzahlen sollte.“ Ob er das geschafft hat? Diese Frage muss der Trainer beantworten.

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