Bayerns linke Waffe

Alaba und Coman: Zum Verwechseln ähnlich überragend

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Kingsley Coman (l.) und David Alaba haben einen ähnlichen Look.

München - David Alaba durfte im Pokalspiel in Wolfsburg erstmals seit langem wieder über die linke Seite ran – und sammelte Argumente für einen Verbund mit Coman.

Wie es dazu gekommen ist, hat bisher noch nicht die Kabine, das Allerheiligste des FC Bayern, verlassen. Es sickert gern mal etwas durch, aber warum David Alabas Haarschopf seit einiger Zeit ein rötlicher Schleier färbt, drang noch nicht durch. Doch es gibt einen Verdachtsmoment. Er trägt den neuen Look, seitdem Kingsley Coman im Verein ist. Und auch sein Kopf schimmert in den Spitzen rötlich. Entsteht hier eine neue Freundschaft?

In jedem Fall haben die beiden in Wolfsburg viele Punkte gesammelt, auf dem Platz im Verbund auflaufen zu dürfen. Alaba wurde in dieser Saison fast permanent als Vertretung in der Innenverteidigung benötigt, in Wolfsburg durfte er sich nun erstmals wieder über die Seite austoben. Abwechselnd mit Coman fiel der Österreicher über die Abwehr her, in der Mitte verwertete Thomas Müller zwei Mal die Vorarbeiten der Flügelzange.

Dass der Sieg leichtfiel wie mit links, kam nicht von ungefähr. „Bei solchen Flanken musst du eigentlich gar nicht mehr viel machen“, lobte der Doppeltorschütze, „wir waren heute einfach gut, haben super schnell verlagert. Die Ballkontrolle von David und Kingsley war immer super.“

Man musste teilweise sehr genau hinschauen, um Bayerns Nummer 27 (Alaba) und Nummer 29 (Coman) auseinanderzuhalten. Die beiden sind sich optisch ähnlich und auch in ihren Bewegungsabläufen. Immer wieder rissen sie die rechte Abwehrseite der Niedersachsen auf, Pep Guardiola zollte Coman später zurecht ein Sonderlob: „Er hat jetzt fünf, sechs Mal für uns gespielt und uns immer überzeugt.“ Mehr und mehr wird es ein Mysterium, warum nur Juventus Turin diesen französischen U-21-Nationalspieler zu ziemlich günstigen Konditionen in Richtung München ziehen ließ. Durch ihn und Douglas Costa, der am Dienstag zentraler agierte, „haben wir jetzt die Spieler, die uns für die 1:1-Offensivaktionen im letzten Jahr gefehlt haben“, erklärte Philipp Lahm. Auch beim hart erkämpften 1:0 in Bremen vor zwei Wochen habe man gesehen, wie sehr die Flügelspezialisten abgehen, erinnerte der Kapitän, als sie verletzt pausierten.

Franck Ribery fällt ebenso in die Kategorie schmerzlich vermisst. Der 32-Jährige war viele Jahre Alabas Partner auf der linken Seite. Die beiden wurden dabei dicke Kumpels. Spätestens, wenn der Franzose für den Konkurrenzkampf mit Coman fit ist, muss Alaba also Farbe bekennen.

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