tz-Expertenkolumne

"Die Gunners haben keine Angst mehr!"

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Eine Szene aus dem Hinspiel: Die Bayern haben das Nachsehen gegen Arsenals Mesut Özil.

München - Der FC Arsenal reist so gefestigt wie schon lange nicht mehr zum Champions-League-Spiel beim FC Bayern. Die Münchner sind alleine durch die Hinspiel-Niederlage gewarnt. tz-Kolumnist Eduardo Fdez-Abascal schreibt hier über die erfolgshungrigen Engländer.

Eduardo Fdez-Abascal, Redakteur bei Int. Business Times & AS.

Arsenal ist derzeit eine Insel des Friedens. Das Ausscheiden aus dem Ligapokal vergangene Woche gegen den Zweitligisten Sheffield Wednesday ist nur ein Farbklecks auf dem Weg, wieder ein Großer zu werden. Denn eines steht fest: Die Gunners reisen in der besten Form der vergangenen Jahre nach München. Das zeigen die vier Siege in Folge in der Premier League und das 2:0 aus dem Hinspiel gegen die Münchner. Und wenn die Zahlen schon gut sind, ist es die Gefühlslage umso mehr. Der Besuch in der Allianz Arena ist eine Art Generalprobe für ein weiteres entscheidendes Duell in der Premier League am Sonntag gegen Tottenham.

In den vergangenen Jahren gab es nach guten Serien erst mal einen Nackenschlag für die Londoner. Diese Saison hingegen spricht vieles dagegen. Gemeinsam mit Manchester City führt Arsenal die Premier League an und zum ersten Mal seit der Saison 2003/2004 glauben auch die Fans ernsthaft an den Titel.Und an noch einen Schrecken für die Bayern. Warum? Ganz einfach: Das Hinspiel zeigt, dass Wenger endlich erkannt hat, dass man nicht unbedingt besser spielen muss als der Gegner, um zu gewinnen. Von der Pleite gegen Sheffield mal abgesehen, hat die schwache Mannschaft der vergangenen fünf Jahre nur ein Gegentor in den letzten fünf Spielen kassiert. Die Beförderung eines Straßenkehrers wie Coquelin auf die Position, auf der früher Mittelfeldvirtuosen wie Arteta spielten, spricht für diese neue Tendenz, die nichts anderes ist als eine Rückkehr zu der Zeit der „Invincibles“. Der Franzose sorgt wie einst Gilberto Silva für das Gleichgewicht, damit das Talent im Angriff floriert. Henry ist nicht mehr da. Bergkamp auch nicht. Dafür zieht Alexis Sánchez den Karren hinter sich her.

Und Özil, der sich mithilfe von Cazorla von einem Momentspieler zu einem 90-Minuten-Mann gemausert hat. Bayern macht den Gunners keine Angst mehr. Zumindest nicht mehr so wie früher.

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