Gehaltszettel liegen gelassen

Arturo Vidal: Jetzt wissen alle, wie viel er verdient

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Arturo Vidal sorgt weiter für Wirbel beim FC Bayern.

München - Nach der turbulenten vergangenen Woche hat der souveräne Heimsieg der Bayern gegen Hoffenheim nur kurzzeitig Ruhe ins Umfeld der Roten gebracht. Arturo Vidal sorgt nun aber für neue Schlagzeilen.

Der Chilene Arturo Vidal wurde in der vergangenen Woche zwar nicht als der gesuchte Maulwurf ausgemacht, der den Medien exklusive Informationen aus der Bayern-Kabine zukommen ließ - der Missetäter ist noch immer nicht ausgemacht. Dafür sollte es sich nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung bei einem der von Trainer Pep Guardiola kritisierten Spieler (mit Übergewicht aus dem Winterurlaub zurückgekehrt) um den Chilenen handeln. Tatsächlich deuten die bisherigen Einsatzzeiten im neuen Jahr darauf hin, dass Vidal derzeit nicht die besten physischen Voraussetzungen mitbringt, um den Münchnern in der Startformation zu helfen: Trotz des personellen Engpasses wurde Vidal beim Rückrundenauftakt in Hamburg erst in der 69. Minute eingewechselt. Gegen Hoffenheim ließ Guardiola den ehemaligen Juve-Star erst ab der 67. Minute von der Leine.

Viel Vertrauen scheint der Coach in den Mittelfeldspieler derzeit nicht zu haben. Und jetzt auch noch das: Wie der "kicker" berichtet, hat Vidal vor kurzem seinen Gehaltszettel in der Kabine liegen lassen. Sein Nettoverdienst von acht Millionen Euro im Jahr war demnach für alle Kollegen einsehbar und habe die Stimmung gegenüber dem Neuzugang nicht gerade gebessert. Mit acht Millionen Euro netto würde Vidal zu den Topverdienern im Klub gehören. Entsprechend geliefert hat der 28-Jährige bislang aber noch nicht.

Wie der "kicker" weiter berichtet, habe Pep Guardiola seine schützende Hand bislang uneingeschränkt über alle Spieler gehalten, auch wenn es mal kleinere Disziplinlosigkeiten gegeben habe. Mittlerweile hat Guardiola seinen Führungsstil offenbar etwas geändert - das zumindest lässt seine kritische Ansprache an die Mannschaft nach dem mühsamen Sieg beim Hamburger SV vermuten.

Trotzdem: Die Bayern sind trotz der angeblich schlechten Stimmung und allen anderen Widrigkeiten mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet und haben ihren Acht-Punkte-Vorsprung vor Borussia Dortmund verteidigt. Ganz so einfach, wie Sportvorstand Matthias Sammer es behauptet, ist es aber nicht: "Wir müssen einfach jedes Spiel gewinnen, dann ist Ruhe", lautet nämlich sein Credo. Zwei siegreiche Spiele nach der Winterpause reichen dafür aber offenbar noch nicht aus.

Einmal die Eins & viele Dreier! Bilder und Noten zu Bayern - Hoffenheim

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