Zum Bundesliga-Auftakt

Peps Plan: Erst ein Sieg - dann Deutsch üben

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Pep Guardiola sieht dem Bundesliga-Auftakt positiv entgegen.

München - Der Liga-Auftakt stellt den FC Bayern gleich vor mehrere Probleme. Die WM-Fahrer sind noch nicht topfit und in der Abwehr plagen Guardiola Personalsorgen. Doch Pep bleibt positiv.

Es geht wieder los. 102 Tage ohne Bundesliga gehören der Vergangenheit an, wenn der FC Bayern heute Abend (20.30 Uhr, ARD und Sky live) gegen den VfL Wolfsburg die 52. Bundesliga-Saison eröffnet. Während die meisten Klubs nach wochenlanger Vorbereitung die Liga-Luft herbeisehnen, schickt Pep Guardiola einen Großteil seiner Stars fast aus dem Urlaubsmodus in den Alltag. Sechs Wochen nach dem Triumph von Rio legt die Liga wieder los, und bei zwölf WM-Fahrern im Kader der Münchner stellt sich die Frage: Seid ihr schon bereit, Bayern?

Die Generalprobe glückte vergangenen Sonntag beim 4:1-Pokalerfolg über Drittligist Preußen Münster, mit den Wölfen wartet aber gleich zum Auftakt ein anderes Kaliber auf die Roten. Doch Guardiola sieht seine Mannschaft gerüstet. „Ich bin nicht besorgt“, meinte der 43-Jährige gestern auf der letzten Pressekonferenz vor dem Saisonstart. Zugleich betonte der spanische Startrainer aber erneut, dass sich seine Akteure noch nicht in bester Verfassung befinden: „Wir sind noch nicht topfit. Dafür brauchen wir noch Zeit.“ Denn Pep hat nicht nur mit den Nachwehen der WM zu kämpfen, sondern auch mit vielen Verletzungssorgen. Neben dem langfristigen Ausfall von Javi Martinez muss Guardiola das Fehlen von Bastian Schweinsteiger und Thiago kompensieren, auch Rafinha und Franck Ribéry sind immer noch nicht fit. „Franck ist jetzt seit zwei, drei Wochen verletzt. Er braucht Zeit, um zurückzukommen“, erklärte der Coach. Gegen Wolfsburg muss er zu allem Überfluss auch noch auf den rotgesperrten Jerome Boateng verzichten.

Bange wird dem Katalanen trotz der Baustellen im Kader nicht. Ganz im Gegenteil: Guardiola freut sich auf die neue Spielzeit und verspricht den Fans: „Es wird eine gute Saison, auch wenn sie nicht einfach wird. Vor allem die kommenden zwei Monate werden schwer.“ An einen Fehlstart verschwendet der Spanier keinen Gedanken. Und eine Lösung der Probleme hat Pep auch schon parat: „Wir müssen laufen, laufen, laufen und mit Leidenschaft spielen.“ Mit weltmeisterlichem Glanz ist heute Abend vor ausverkauftem Haus freilich nicht zu rechnen. Doch auch Kapitän Philipp Lahm gibt sich zuversichtlich: „Wir haben gut gearbeitet und gehen mit einem guten Gefühl in die Partie.“

Auch die Statistik spricht für die Roten. Das von der DFL 2002 eingeführte Eröffnungsspiel, bei dem der Meister mit einem Heimspiel startet, haben die Münchner noch nie verloren. Von sechs Begegnungen gewannen sie fünf, einmal endete die Auftaktpartie unentschieden. Und bis auf ein mickriges Remis im Dezember 2001 (3:3) gab es für die Wölfe auf 17 Fahrten in die bayrische Landeshauptstadt nie etwas zu holen. Im vergangenen Jahr besiegte der FCB am ersten Spieltag Mönchengladbach mit 3:1. Ein ähnliches Ergebnis dürfte Guardiola auch heute gefallen, wenngleich er noch nicht weiß, wie er den Wölfen entgegentreten will. Aufgrund der angespannten Personallage sei auch eine Rückkehr zur Viererkette möglich. „Ich habe nur wenige Mittelfeldspieler. Und ich möchte nichts von meinen Spielern verlangen, das unangenehm ist“, gab Guardiola Einblick in seine Gedankenspiele, ohne konkreter zu werden. Auch einen Einsatz vor Arjen Robben ließ er offen. „Arjen ist fit - aber er hat noch keine Minute gespielt“, sagte der Spanier, bevor er den holländischen Flügelflitzer adelte: „Er ist ein überragender Profi. Der Beste, den ich je gesehen habe.“

Seltener dagegen hat er in der Ferienzeit seine Deutschlehrerin gesehen. „In den letzten drei Monaten hatte ich nur eine Unterrichtsstunde. Doch jetzt sind meine Kinder wieder in der Schule. Da ist meine Organisation besser und ich werde regelmäßig Unterricht nehmen“, grinste Guardiola. Doch bevor der Coach wieder gefordert ist, müssen heute Abend erstmal seine Stars ihre Hausaufgaben erledigen…

Sven Westerschulze

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