Drei Experten, drei Meinungen

Auf diese Bayern-Spieler kommt's heute an

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München - Achtelfinal-Rückspiel, Bayern gegen Juve, alles oder nichts – im Hexenkessel Allianz Arena finden sich heute (20.45 Uhr, Sky/ZDF) die besten Zutaten für ein delikates Duell zwischen Deutschlands und Italiens Rekordmeistern. Auf drei Bayern-Spieler kommt es besonders an.

Für den FC Bayern und Pep ­Guardiola steht viel auf dem Spiel – denn mindestens das Halbfinale solle es in der Königsklasse schon bitte sein, hatte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge zuletzt freundlich angedeutet. Gegen den Tabellenführer der Serie A braucht ­Guardiola dafür eine Top­leistung seiner Elf. Doch auf drei FCB-Stars kommt es besonders an, wie die tz-Experten in ihren Analysen erklären. 

Arjen Robben

Von Hasan Salihamidzic, Ex-FCB- und Juve-Spieler

Hasan Salihamidzic

Im Hinspiel hat Arjen für eine Menge Wirbel gesorgt. Das erste Tor hat er eingeleitet, das zweite selbst geschossen. In diesen beiden Aktionen hat man seine Klasse gesehen. Beim ersten Mal ist er rechts vorbeigegangen, beim zweiten Mal links. Und wenn er dabei anzieht, ist er eigentlich auch nicht mehr zu bremsen. Auch wenn Robben zuletzt geschont wurde, ist er in Topform. Und dann zählt er zu den besten Spielern in Europa, so wie Franck Ribéry übrigens auch. Ich hoffe, dass beide heute spielen, denn Robbery sucht in Europa immer noch seinesgleichen. Bei Juve ist noch die Frage, ob Patrice Evra oder der im Hinspiel verletzte Alex Sandro auf der linken Seite spielen werden. Doch egal wer aufläuft, Arjen über 90 Minuten zu verteidigen, ist fast unmöglich. Es heißt ja immer, man weiß schon, was er als Nächstes macht – aber aufzuhalten ist er trotzdem nicht. In Turin hat er gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Nicht nur als Torschütze, sondern auch als Arbeiter. Ich bin gespannt, wie Juve-Coach Max Allegri taktisch agieren wird, um Robbens Kreise einzubremsen. Mit seiner Klasse kann der Holländer ein Spiel alleine entscheiden. Das kann er heute wieder beweisen.

So entspannt besichtigt Juve die Allianz Arena

Joshua Kimmich

Von Klaus Augenthaler, FCB-Legende

Klaus Augenthaler

Auch heute wird Pep Guardiola in der Innenverteidigung wieder auf ­Joshua Kimmich setzen. Das zeigt nicht nur, dass Guardiola Vertrauen zu jungen Spielern hat, sondern wie wichtig dieser Bursche in den vergangenen Wochen geworden ist. Die Bayern werden auch gegen Juventus wieder viel Ballbesitz haben, genau deshalb ist Kimmich als gelernter Mittelfeldspieler in der Abwehr wertvoll. In der Spieleröffnung sieht man jedes Mal, wie ball- und passsicher er agiert – ein Vorteil im Vergleich zu einem gewöhnlichen Verteidiger wie Medhi Benatia. Und Guardiola scheint sehr zufrieden mit Kimmich zu sein, auch wenn er noch den ein oder anderen Fehler macht – so wie im Hinspiel. Aber die muss man ihm zugestehen, er ist noch sehr jung. Doch man sieht, wie er mit seinen 21 Jahren von Spiel zu Spiel mehr Sicherheit bekommt und seine Sache immer besser macht. Dennoch ist es heute eine besondere Situation: Es geht nicht nur um Sieg oder Niederlage, sondern um das Weiterkommen in Europas wichtigstem Klubwettbewerb. Da darf man sich keinen Fehler erlauben. Aber Joshua ist ein sehr intelligenter Spieler. Einer, der aus seinen Fehlern lernt. Deshalb glaube ich, dass er stärker als im Hinspiel auftreten und seinen Teil dazu beitragen wird, dass der FC Bayern das Viertelfinale erreichen wird.

Arturo Vidal

Von Dietmar Hamann, Ex-Bayern-Spieler, Sky-Experte

Didi Hamann

Vidal ist ein Spieler, der mich beeindruckt. Er besticht nämlich nicht nur durch seinen unbändigen Einsatz, sondern auch durch seine Persönlichkeit. Das hat er im Hinspiel unter Beweis gestellt. Nach den ganzen Diskussionen um ihn und seine Aktivitäten abseits des Platzes stand der Chilene enorm unter Druck und hat in Turin gezeigt, was für ein klasse Fußballer er ist. Arturo kann den Unterschied machen, und für den FC Bayern hoffe ich, dass er es heute auch tut. Für solche Spiele haben die Verantwortlichen ihn geholt. Vidal ist unheimlich wichtig, weil er die Schnelligkeit ins Mittelfeld bringt. Xabi Alonso und Philipp Lahm sind im Kopf zwar unheimlich schnell, doch mit ihnen und Bastian Schweinsteiger im Zentrum fehlte dem Spiel der Bayern in der vergangenen Saison die Beschleunigung. Vor dem Hinspiel war ich noch etwas überrascht, dass Pep Guardiola ihn von Beginn an brachte und Xabi dafür opferte. Heute bin ich mir ganz sicher, dass Vidal wieder von Anfang an spielen wird. Die Frage ist nur, neben wem. Setzt Guardiola wieder auf Thiago, dann ist Vidal für den defensiveren Part im Zentrum zuständig. Steht Alonso aber in der Startelf, dürfte Vidal mehr Freiheiten in der Offensive genießen. Und genau da liegt eine weitere Stärke, denn für einen defensiven Mittelfeldspieler ist er extrem torgefährlich.

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