Aufsichtsratsmitglied freut sich aber auf Hoeneß

Stoiber: "Eine Verschlechterung unserer Chancen"

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Edmund Stoiber.

München - Dr. Edmund Stoiber, Mitglied im Aufsichtsrat des FC Bayern, freut sich über die Haftentlassung von Uli Hoeneß, hat aber Bedenken wegen der vielen Verletzungssorgen beim FC Bayern.

Edmund Stoiber gab "Sport1" ein ausführliches Interview. Darin sprach der ehemalige bayerische Ministerpräsident über… 

... das Ansehen von Uli Hoeneß nach der Haftstrafe: „Uli Hoeneß hat einen Riesen-Rückhalt im gesamten Verein. Der Verein und die Anhänger haben seine persönlichen Fehler nie zum Gegenstand gemacht, um ihm nicht das Vertrauen zu geben. Karl-Heinz Rummenigge und die gesamte Führung sind mit Uli Hoeneß immer verbunden und haben immer versucht, ihm diesen schweren Teil des Lebens durch Treue und Freundschaft zu mildern. Das ist schon ein gewaltiger Einschnitt im Leben eines jeden Menschen. Viele der modernen Strukturen – von der Allianz Arena bis hin zur Bildung einer Aktiengesellschaft – hat Uli Hoeneß geschaffen.“ 

… eine mögliche Rückkehr von Uli Hoeneß als Klubpräsident: „Jetzt wird er mit seiner Frau eine längere Urlaubsphase einlegen, ehe er zurückkommt. Nach so einer schweren Zeit muss man Abstand finden, um sich wirklich zu regenerieren. Das steckt man ja nicht so ohne Weiteres weg. So wie ich ihn kenne, hat er das natürlich schon als einen der entscheidenden Einschnitte seines Lebens empfunden. Uli Hoeneß muss sich selbst klar werden, ob er noch einmal ein Amt anstrebt, oder ob er sagt: 'Das war's dann doch.' Ich finde vor allem großartig, dass Karl Hopfner klar erklärt hat: 'Wir werden uns im Sommer zusammensetzen und über die Zukunft des FC Bayern reden. Je nachdem, was Uli Hoeneß für sich entscheidet: Ich stehe dem nicht im Wege.“ 

… die Chance, dass sich Bayern-Trainer Pep Guardiola wie sein Vorgänger Jupp Heynckes mit dem Triple verabschiedet: „Pep ist Pep, und Jupp ist Jupp. Du kannst einen Champions-League-Sieg nicht planen. Es ist nicht fair, alles immer nur auf das Maximale und das Optimale zu konzentrieren. Die Deutsche Meisterschaft ist der ehrlichste Titel. Denn wer nach 34 Saisonspielen die Nase vorne hat, der ist in der Tat die beste Mannschaft Deutschlands. Bei der Champions League kommt es auf die Auslosung und Fitness an. Wir haben das ja letzte Saison gegen Barcelona gesehen. Es waren zwei begeisternde Spiele, aber am Ende fehlten mit Arjen Robben und Franck Ribery unsere beiden Außen. Wir hatten damals auch noch keinen Douglas Costa, keinen Kingsley Coman. Und es gab mehrere Verletzte. In solch großen Spielen kommt es darauf an, dass die bestmögliche Elf spielt.“ 

…die Verletzungen von Jerome Boateng und Javi Martinez: „Zwei solche Innenverteidiger zu verlieren, ist nicht gut – vor allem nicht im Hinblick auf die größeren Spiele. Boatengs Verlust wiegt gerade in den Spielen gegen Juventus, vielleicht dann auch im Viertel- und Halbfinale, schwer. Das ist schon eine Verschlechterung unserer Chancen. Das können wir sicherlich mit großer Kraft ausgleichen.“

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