Stimmung bei den Bayern? Bestens!

Feuerwehrmann Müller entschleunigt die Situation

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Thomas Müller 

München - In Zeiten des Aufruhrs kann sich ein Thomas Müller durchaus entschleunigend auf den allgemeinen Gemütszustand auswirken. Der ein oder andere Maulwurfshügel, ein Schuss Alkohol, dazu eine Nullnummer in Leverkusen und schon ist der Schlamassel perfekt.

Scheinbar – denn kaum flackert der ein oder andere Brandherd beim Rekordmeister auf, schon rückt Feuerwehrmann Müller an. Frisch geduscht erscheint der Vorzeigebayer in der Mixed Zone, grinst die Pressevertreter an und sagt zur Stimmung in der Kabine Dinge wie: „Bei uns im Bus lacht der ein oder andere sogar mal – trotz der schlechten Stimmung.“ Stimmung? Bestens!

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Dabei hätte der Samstagabend auch Grund für Verärgerung geboten. Ein paar Stunden vorher hatte der BVB nur einen Punkt in Berlin geholt, mit einem Triumph gegen die Werkself wäre der Vorsprung der Münchner auf nahezu uneinholbare zehn Zähler angewachsen. „Ich bin schon etwas enttäuscht“, machte Holger Badstuber keinen Hehl aus seinem Unmut. „Wir hätten hier einen Big Point landen und den Abstand vergrößern können. Wir können nicht zufrieden sein.“ Auch deswegen nicht, weil Müller und Robert Lewandowski den Siegtreffer auf ihrem Schlappen hatten und die Bayern zudem Xabi Alonso Gelb-Rot- und Arturo Vidal verletzungsbedingt verloren. 

Beim anstehenden Programm ging der Blick aber rasch wieder nach vorn. In der Bundesliga stehen unter anderem die Partien gegen Wolfsburg und Dortmund an, in der Königsklasse geht es bereits in zwei Wochen zum Hinspiel nach Turin, doch erst mal warten am Mittwoch die Bochumer im Pokal auf die Bayern – und zwar mit „dem Messer zwischen den Zähnen“, wie Müller metaphorisch bewandert festhielt. Zwischen die Fragen nach dem runden Leder mischte sich aber immer mal wieder eine zur nicht allzu runden Stimmung an der Säbener Straße. Aber Gott sei Dank war ja der Müller da: „Ich verstehe ja, dass sich Rest-Deutschland die Bundesliga mit einem kleineren Punkteabstand zwischen Platz eins und zwei wünscht, aber die Mannschaft ist mit einem Top-Verhältnis untereinander aufgestellt. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen.“

Sieht Didi Hamann anders. Der Ex-Münchner, den Karl-Heinz Rummenigge unlängst als dritten Grimm-Bruder ausgemacht hatte, legte am Samstag einen drauf. Hamann bei Sky: „Es ist verwunderlich, dass ein Trainer die Bayern so lange im Dunkeln tappen lässt. Die ganze Unruhe bei den Bayern hängt damit zusammen, dass Guardiola den Verein verlässt. Weil Offenheit, Respekt und Vertrauen ganz elementare Dinge sind in einem Verein. Gerade zwischen der Führungsriege und dem Trainer. Ich denke, da hat sich in München einiges verschoben, seit klar ist, dass Guardiola die Bayern verlässt.“

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Fakt ist, und das wurde beim 0:0 in Leverkusen nochmals deutlich, dass der Motor des Rekordmeisters nach wie vor stockt. In Leverkusen schon seit drei Jahren, so lange ist der letzte Münchner Ligasieg her. Aber auch hier packte Müller die Feuerpatsche aus. „Das hat sich bewährt“, so der 26-Jährige. „Wir sind in den letzten drei Jahren Meister geworden und deswegen wollten wir das so beibehalten.“ Noch Fragen?

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