Obwohl der FCB fast schon Meister ist

Guardiola vor Endspurt in Sorge: "Eine große Lektion"

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Pep Guardiola: der Dirigent am Spielfeldrand.

München - Bayern München ist der Titel kaum mehr zu nehmen. Zufrieden war Trainer Pep Guardiola vor den wichtigsten Wochen der Saison aber keineswegs. Vielmehr ist der Spanier in Sorge.

Torjäger Robert Lewandowski beendete seine Flaute, Arturo Vidal unterstrich seine Führungsrolle, und der FC Bayern ist auf dem Weg zum historischen vierten Titel in Serie kaum mehr aufzuhalten - doch Trainer Pep Guardiola war nach dem glanzlosen 3:0 (0:0) gegen Schalke 04 in Sorge, dass seine müde wirkenden Münchner im Schlussspurt erneut einen Einbruch erleben könnten.

„Ich kann meine Spieler komplett verstehen, aber es ist keine Entschuldigung, dass wir alle drei Tage spielen. Wir sind Profis, wir müssen jeden Tag Vollgas und das Beste geben“, mahnte Guardiola und fügte mit Blick auf das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen am Dienstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) und den Halbfinal-Showdown in der Champions League gegen Atletico Madrid an: „Ich hoffe, dass ist eine große Lektion für Dienstag. Um gegen Atletico zu bestehen, müssen wir es besser machen.“

Guardiola nicht zufrieden

Die uninspirierte und dürftige Vorstellung seiner Bayern über fast eine Stunde gegen ängstliche Schalker hatte den 45 Jahre alten Spanier auf den Plan gerufen. „Wir haben nur 35 Minuten gespielt, ansonsten waren wir nicht auf dem Platz“, monierte Guardiola und vermisste bei seinen Stars vor allem „Körpersprache und Intensität“. Der FC Bayern habe eben keinen Cristiano Ronaldo, „der 50, 60 Tore schießt. Wir müssen laufen, laufen, laufen“.

In den vergangenen beiden Jahren waren die Bayern auch für ihre Nachlässigkeiten, für den einen Schritt weniger, in den wichtigsten Wochen der Saison bitter bestraft worden. In der Königsklasse war der Rekordmeister erst gegen Real Madrid und dann gegen den FC Barcelona jeweils im Halbfinale krachend gescheitert. Vor einem Jahr hatte es zudem im Pokal die bittere Halbfinal-Enttäuschung gegen Dortmund gegeben.

Pep will nicht als Unvollendeter gehen

Guardiola ist deshalb besonders sensibilisiert, er will München nicht als Unvollendeter in Richtung Manchester verlassen. Immerhin ist sein dritter Bundesligatitel, der vierte in Folge für die Münchner, zum Greifen nahe. „Es war natürlich ein großer Schritt nach vorne“, sagte Guardiola, „jetzt wollen wir ins Finale“. Berlin am 21. Mai und Mailand am 28. Mai sind die großen Ziele der Bayern.

Zweimal Note 1: Bayern bezwingt mauerndes Schalke 

Da ist es für die Münchner durchaus von Vorteil, dass Lewandowski gegen Schalke seine kleine Durststrecke beendete. Nach 390 Pflichtspielminuten ohne Tor brachte der Pole, der in Lissabon zuletzt sogar auf der Bank gesessen hatte, die Münchner mit seinen Saisontreffern Nummer 26 und 27 (54. und 65.) auf die Siegerstraße. „Ich freue mich sehr“, meinte Lewandowski entspannt. Dies sei zuletzt „natürlich keine Krise“ gewesen, ergänzte er lächelnd: „Du kannst nicht die ganze Saison treffen. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Man muss Geduld haben.“

Die hat sich auch bei Vidal ausgezahlt. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wird der 37 Millionen Euro teure Chilene für die Münchner immer wichtiger - nicht nur wegen seines Tores zum 3:0 gegen Schalke (73.). der 28-Jährige gibt im Mittelfeld der Bayern derzeit den Takt vor. Er sei mit „seiner Aggressivität weltklasse“, lobte Torwart Manuel Neuer, aber es gebe bei den Bayern „viele Spieler, die den Rhythmus verändern können“. Gegen Schalke hat dies aber nicht wie gewünscht geklappt.

SID

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