Das sind die möglichen taktischen Varianten

Boateng-Ausfall: Guardiola zieht sein Alaba-Ass!

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Hat sich von einer Kapselverletzung erholt und könnte Boateng auch in der Abwehrmitte ersetzen: David Alaba (l.). Pep Guardiola hat diese Idee im Kopf.

München - Spätestens seit es jetzt auch noch Jerome Boateng erwischt hat, liegen die Nerven an der Säbener Straße blank. Ist das Triple in Gefahr? Muss ein neuer Innenverteidiger her?

Kurzum: Wie soll man einen der besten Abwehrspieler der Welt nur ersetzen? „In der Verteidigung wird es langsam eng“, hat Kapitän Philipp Lahm bereits angemerkt. Ganz so schlimm, wie die Folgen von Boatengs Adduktorenabriss gemalt werden, ist die Lage dann auch wieder nicht. Pep Guardiola verfügt über einige Möglichkeiten, um die Lücke in der Abwehrmitte zu schließen – sei es durch andere Spieler für diese Position, einen Systemwechsel oder indem er sein ganz persönliches Ass aus dem Ärmel zaubert.

Der erste Gedanke geht natürlich an Javi Martínez und Holger Badstuber. Beide Kicker sind ebenso wie Boateng Innenverteidiger von Weltformat und könnten den Weltmeister positionsgerecht und ohne Leistungseinbußen ersetzen – einen Haken gibt es aber: Ihre jüngste Vergangenheit. Martínez (Knieschaden) und Badstuber (Muskelriss) haben auch erst kürzlich schwere Verletzungen überstanden und sind gerade erst in Fahrt gekommen. Ob sie dem Dreitagesrhythmus, der ab sofort beim FC Bayern ansteht, standhalten können, ist nicht ganz klar. Gleiches gilt für den weiterhin verletzten Medhi Benatia (Muskelbündelriss), dessen Comebacks zuletzt mit Rückfällen gleichzusetzen waren.

Also doch einen Neuen holen? Aber nicht doch! Auch wenn tz-Kolumnist Felix Magath Namen wie Mats Hummels in die Runde wirft, hatte die tz bereits am Sonntag berichtet, dass der FCB nicht mehr tätig werden wird auf dem Wintertransfermarkt. Das bestätigte Karl-Heinz Rummenigge jetzt auch offiziell. Dass sich Pep Guardiolas Kopfschmerzen angesichts der einmal mehr besorgniserregenden Personalsituation aber in Grenzen halten, hängt mit seinem Ass im Ärmel zusammen: David Alaba!

Ganz egal ob Dreier – oder Viererkette, der Österreicher hat schon bewiesen, dass er sich in der Innenverteidigung nicht nur wohl fühlt, sondern auch dort auf Weltklasseniveau kickt. „Er kann einer der besten Innenverteidiger der Welt werden“, hatte Guardiola unlängst seinen Musterschüler gelobt, der ihm jetzt aus der Patsche helfen kann. Nicht nur, dass dank ihm Martínez und Badstuber ab und an auch mal eine Pause bekommen werden, Alaba kann auch den wiedergenesenen Juan Bernat auf der linken Außenverteidiger-Position entlasten und gegebenenfalls auch weiter vorne kicken, sollte Guardiola eventuell auch Xabi Alonso nochmal als Innenverteidiger einsetzen. Oder sogar Alonso und Alaba zusammen. Gab es auch schon. Am dritten Spieltag gegen Leverkusen. Bayern siegte 3:0. 

Die Varianten:

Links in 4er-Kette

Hier wird Boateng eins zu eins ersetzt: Badstuber und Martínez bilden das Abwehrzentrum, Alaba und Lahm spielen auf den beiden Außenbahnen.

Links in 3er-Kette

Auch in dieser Saison ist die 3er-Kette oft zum Zug gekommen: In unserem Beispiel spielt Badstuber zentral, Alaba links und Martínez rechts von ihm.

Mitte in 4er-Kette

Gegen Leverkusen ließ Pep ohne Innenverteidiger spielen, dafür mit Alaba und Alonso zentral. Hier werden sie von Juan Bernat und Lahm flankiert

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