"Müssen schauen, dass das passt"

Thema Identität: Müllers Appell an die Bayern-Bosse

+
Thomas Müller.

München - Thomas Müller hat sich zum derzeit viel diskutierten Thema "Identität" beim FC Bayern geäußert. Der Ur-Bayer hat eine klare Meinung, die er mit einem Appell an die Bayern-Bosse kundtut.

Über kaum einen Bayern-Spieler ist in den vergangenen Tagen so viel geredet und geschrieben worden, wie über Thomas Müller. Jetzt hat der Nationalspieler sich geäußert. Zwar nicht zu den sich ständig wiederholenden Transfergerüchten um einen Wechsel zu Manchester United. Dafür aber über ein Thema, das den Bayern-Fans mindestens genauso unter den Nägeln brennt: Die vermeintliche Identitätskrise nach dem Weggang von "Fußballgott" und Gallionsfigur Bastian Schweinsteiger.

In einem Interview mit "Goal.com" sprach Müller zwar nicht explizit über den Abschied seines Kumpels nach England, dafür streifte er aber die von vielen Fans geteilte Sorge, dass durch Schweinis Verkauf die Identität des FC Bayern in Gefahr geraten sei. Müller hat dabei eine klare Meinung: "Ich glaube, es ist wichtig für den Verein, seine Identität und die Fans, dass ein harter Kern an deutschen und an einheimischen Spielern da ist, so dass die Identität des Klubs nicht verloren geht." Der 25-Jährige sieht wohl vor allem die Verantwortlichen seines Vereins in der Pflicht, hierfür Sorge zu tragen. "Da müssen wir ein bisschen schauen, dass das passt", lautet seine etwas allgemein gehaltene Aussage. Müllers Forderung deckt sich mit der Meinung von Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld, der am Donnerstag im "Kicker" davor warnte, zu viele ausländische Spieler unter Vertrag zu haben.

Thomas Müller: "Das macht Pep besonders"

Im Zentrum der Kritiker steht diesbezüglich eigentlich seit seiner Amtsübernahme im Sommer 2013 Trainer Pep Guardiola. Zu viele spanische oder spanischsprechende Spieler habe der Coach verpflichtet, heißt es von vielen Seiten. Auch ein schlechtes Verhältnis zu Thomas Müller wird dem Trainer nachgesagt. Dem ist aber nicht so, beteuert Müller: "Ich würde sagen, dass ich mit jedem aus der Mannschaft und dem Betreuerstab ein gutes Verhältnis habe."

Für Pep Guardiola findet der Mann mit den Storchenbeinen sogar besonders lobende Worte. "Wir wissen über jeden Gegner perfekt Bescheid. Wir passen die Ausrichtung an, können während der Begegnung schnell reagieren, wenn etwas nicht so gut läuft", erzählt der Pähler. "Das macht Pep besonders. Er denkt viele Stunden am Tag über den Fußball nach. Für uns ist das ein Bonus."

Diesen Bonus wird Müller auch in den kommenden Monaten genießen dürfen. Karl-Heinz Rummenigge stellte klar, dass an den Gerüchten um ein 100-Millionen-Angebot von Manchester United aber auch rein gar nichts dran sei. Zugleich betonte der Bayern-Boss, dass Müller ohnehin unverkäuflich sei. Stattdessen stellte er dem Bayer einen neuen Titel in Aussicht: "Fußballgott". Sozusagen als Nachfolger von Bastian Schweinsteiger. Ein wichtiges Stück Identität wäre hiermit gesichert.

Thomas Müller: Darum lässt der FC Bayern ihn nicht gehen

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Abschied von Bayern? Boateng spricht Klartext
Abschied von Bayern? Boateng spricht Klartext
Bayern-Bosse: "Jetzt geht's los auf dem Transfermarkt"
Bayern-Bosse: "Jetzt geht's los auf dem Transfermarkt"
„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
„Satt und müde“: So lautet die Saisonbilanz der Bayern-Fans 
Kroos über Bayern-Rückkehr: „Wird nicht passieren“
Kroos über Bayern-Rückkehr: „Wird nicht passieren“

Kommentare