Matchwinner auf Schalke

Javi Martinez: Erstes Tor seit 813 Tagen

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Jubelnde Matchwinner: David Alaba und Javi Martinez nach dem Treffer zum 2:1.

München - Genau 813 Tage musste Javi Martinez auf diesen Moment warten. Kein Wunder also, dass er ihn in vollen Zügen auskostete. Javi jubelte, Javi strahlte, Javi ließ sich feiern – und das zu Recht.

Nicht nur, weil er mit seinem Treffer zum 2:1 den Bus, den die Schalker vor ihrem Tor geparkt hatten – so beschrieb Thomas Müller die Defensivtaktik der Knappen –, zur Seite geschoben hatte. Sondern auch, weil er seiner eigenen Erfolgsstory nach über einjähriger Verletzungspause ein weiteres Kapitel anfügte. Seit Mitte September ist er wieder fester Bestandteil der Stammelf, sofern man bei Rotationsliebhaber Pep Guardiola davon sprechen kann. Am Samstag erzielte der Spanier seinen ersten Treffer, seit er sich nach dem Totalschaden im linken Knie wieder zurückgekämpft hat. Und das ist für den Defensivspezialisten ein eher seltenes Gefühl, zuletzt traf der 27-Jährige am 30. August 2013 im UEFA-Supercupfinale gegen den FC Chelsea. 

Nur einmal Note 2 - aber Hauptsache gewonnen

Umso mehr gönnten die Kollegen ihm den Treffer, fast die gesamte Mannschaft rannte auf Martinez zu. Der wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Nach der Jubelarie lief er zu Arjen. Denn Robben hatte ihn mit einer mustergültigen Flanke bedient, Javi nickte nur noch ein (69.). Und auch Robben, der das Toreschießen liebt wie kaum ein Zweiter, freute sich richtig für den Verteidiger: „Super für Javi, ich freue mich für ihn. Der Ball kam genau zu ihm, er macht das Ding gut rein.“

Martinez selbst schlich am Samstag glücklich, aber wortlos aus der Schalker Arena. Die Bayern flogen noch am Abend aus Dortmund zurück nach München, viel Zeit blieb nach dem Spiel nicht mehr. Doch Robben verriet, wie Javi sich in der Kabine fühlte: „Für ihn war das etwas Besonderes, er hatte eine schwere Zeit mit Verletzungen.“ Jetzt ist seine Leidenszeit beendet und der Spanier zeigt, welche Bedeutung er für den FC Bayern hat. Das wissen auch seine Mitspieler. „Er ist so ein wichtiger Spieler, das hat er in der Vergangenheit schon gezeigt. Vor allem, als wir das Triple gewonnen haben. 

Im Champions-League-Finale war er der beste Mann auf dem Platz“, huldigte ihn einer seiner Kollegen für seine Verdienste. Es war kein Geringerer als Robben. Der Mann, der dank seines Siegtreffers in letzter Minute von den Fans als Wembley-Held verehrt und gefeiert wird. Es zeigt den Stellenwert, den Martinez in der Mannschaft genießt, ebenso wie bei Pep Guardiola. Im Kampf um den zweiten Platz in der Zentrale neben Boateng sammelt Javi derzeit einen Punkt nach dem anderen. 

Gleich gibt's für Kimmich was auf den Oarsch

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