Mehr Mitglieder hat kein anderer Verein

Bayern ist jetzt der größte Klub der Welt

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Präsident Karl Hopfner (l.) und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

München - Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern war eine reine Veranstaltung der Glücksseeligkeit! Und es gab gleich mehrere Rekorde zu vermelden. Einziger SChwachpunkt: Die Reden von Uli Hoeneß fehlten.

Es waren 2500 Mitglieder gekommen, in etwa. Das sind deutlich weniger als in den vergangenen Jahren, als der FC Bayern zur Jahreshauptversammlung in den Audi Dome geladen hatte. Das mag daran gelegen haben, dass es keinerlei Wahlen gab, dass keine Umbrüche anstanden – und dass Uli Hoeneß nicht dabei war. Aber das ist auch nicht die Geschichte diese Abends. Von der Veranstaltung blieb vielmehr die bemerkenswerte Tatsache in Erinnerung, dass die 2500 Roten ein Prozent dessen stellten, was seit kurzer Zeit Realität ist: Der Verein hat mit 251 315 Mitgliedern den bisherigen Anführer Benfica Lissabon überholt! Der ­Rekordmeister ist nun auch Weltrekord-Halter bei den Mitgliedern.

Bilder von der Hauptversammlung des FC Bayern

Bilder von der Hauptversammlung des FC Bayern

„Wir werden keine Begrenzung machen und freuen uns über jedes Mitglied“, erklärte Präsident Karl Hopfner lächelnd, nachdem er die genaue Zahl verkündet hatte und die Gäste des Abends ihn wieder reden ließen. Es war der erste längere Applaus im Audi Dome, ein weiterer folgte wenig später. Hopfner sprach an seinem Pult vor den vier Trophäen (Meistercup Fußball und Basketball, DFB-Pokal, Weltpokal) von seinem Vorgänger und darüber, dass „ich gemeinsam mit Karl-Heinz Rummenigge und Jan-Christian Dreesen bei einem Freigang die Gelegenheit hatte, Uli Hoeneß zu treffen“. Hopfner sprach davon, dass der verurteilte Ex-Präsident schon bald in die Nachwuchsabteilung des FCB integriert werden soll, auf seinen eigenen Wunsch. „Hoffen wir, dass damit ein teilweises Ende für eine ihm unvorstellbare schwere Zeit bevorsteht. Jetzt schicken wir ihm einen Applaus.“

Die komplette Jahreshauptversammlung zum Nachlesen im Ticker

Den gab es auch, neben wenigen Pfiffen und Buhrufen – bis sich die ersten Mitglieder von ihren Plätzen erhoben und diese jubelnd erstickten. „Vielen Dank, das hat ihm sicher gut getan“, so Karl Hopfner, der sich sichtlich wohl fühlte in der Rolle des Gastgebers – und der nicht so, wie noch vor ein paar Jahren, als Finanzvorstand eher trockene Zahlen verkündete.

Bayern ist so reich wie nie

Hopfner verkündete und schwärmte, die Abteilung Attacke packte er nicht aus. Das tat Karl-Heinz Rummenigge am Ende seiner langen Liste des Lobes für die Mitarbeiter, Spieler, Unterstützer. Mit Blick auf Restdeutschland und mit Sicherheit einer Stadt im Westen sagte er milde lächelnd: „Ich ärgere mich nie über Aussagen anderer. Ich empfehle Ihnen das lateinische Wort ignore!“ Und weiter zitierte er Wilhelm Busch: „Neid ist die höchste Form der Anerkennung. Das sollte sich der eine oder andere Märchenerzähler hinter die Ohren schreiben.“ Eine deutliche Spitze in Richtung Dortmund und die Zerstörungsvorwürfe von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Damit hatte er die Zustimmung vom anwesenden einen Prozent. Und sicher auch von den Roten, die nicht da waren…

Vollgas beim Nachwuchs

Der Jubel war groß, als Karl-Heinz Rummenigge noch mal an die Erfolge der vergangenen Saison erinnerte. Der 24. Meistertitel und das zehnte Double wurden beklatscht, ehe der Vorstandsvorsitzende sich mit einem anderen Thema an die Anhänger wandte: der Nachwuchs. „Der FC Bayern ist nicht nur national, sondern auch international die Nummer eins, wenn es um das Thema Eigengewächse geht. In unserer Mannschaft spielen mehr als bei jedem anderen Top-Verein in Europa“, erinnerte der FCB-Boss an Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Thomas Müller. Um auch in Zukunft viele Spieler aus der eigenen Jugend bei den Profis zu etablieren, müssen die Bayern expandieren. „Wir brauchen professionelle Strukturen“, erklärte Rummenigge mit Blick auf das geplante Nachwuchsleistungszentrum im Münchner Norden. 3004 Quadratmeter groß ist das Gelände an der Ingolstädter Straße, der Bebauungsplan ist inzwischen von der Stadt München genehmigt, wie Präsident Karl Hopfner stolz verkündete. 2017 soll das Zentrum eingeweiht werden, doch „Vollgas“ wie Rummenigge versprach, werden die Roten schon jetzt im Nachwuchsbereich geben. sw, mic

mic, sw

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