"Ich bin keine Maschine"

Wegen Kritik: Benatia macht seinem Ärger Luft

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Medhi Benatia.

München - Eigentlich läuft es für Medhi Benatia in seinem ersten Jahr beim FC Bayern gar nicht so schlecht. Doch der Marokkaner fühlt sich in der Öffentlichkeit zu negativ bewertet.

In elf von bislang 23 Bundesliga-Spielen stand Medhia Benatia in dieser Saison beim FC Bayern auf dem Platz. Dazu kommen fünf Einsätze in der Champions League. Ein zufriedenstellender Arbeitsnachweis, wenngleich die Rote Karte im Champions-League-Spiel bei Manchester City einen kleinen Makel auf seiner bislang ordentlichen Bilanz darstellt.

Trotzdem fühlt sich der 27-Jährige in Öffentlichkeit und Medien bislang zu schlecht bewertet - und hat darüber nun seinem Frust freien Lauf gelassen. "Es ging sofort nur darum, wie viel Geld ich gekostet habe", klagt der 28-Millionen-Neuzugang vom AS Rom in der "Sport Bild". "Schon vor meinem ersten Spiel wurde, so habe ich gehört, kritisch über mich geschrieben. Das ist doch absurd."

Dabei fasste der Verteidiger bei seinem neuen Klub eigentlich schnell Fuß. Nur eine Leistenzerrung sowie muskuläre Probleme machten ihm ein paar Mal zu schaffen, zuletzt stand er aus letztgenannten Gründen in den Spielen gegen den SC Paderborn und den 1. FC Köln nicht im Kader. "Ich bin keine Maschine", rechtfertigt sich Benatia mit deutlichen Worten.

Dass sich Ehrenpräsident Franz Beckenbauer nach der Roten Karte von Manchester negativ über ihn äußerte und die Aktion bei dem Foul an City-Stürmer als "dumm" bezeichnete, kränkte den Spieler offenbar sehr. "Ich war überrascht. Ich habe Franz Beckenbauer noch nie persönlich getroffen, nie mit ihm gesprochen. Das war schon hart für mich, es war die erste Rote Karte meiner Karriere."

Trotzdem hielt sich Benatia nicht allzu lange mit dieser Episode auf. Nach einem Gespräch mit Sportdirektor Matthias Sammer blickte er wieder nach vorne. "Er hat mich sehr beruhigt", so das versöhnliche Fazit des Kritisierten.

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