Parallelen zur Xabi-Verpflichtung

Bericht: Ancelotti will Abwehr-Star von Real Madrid

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Pepe (l., hier mit Sergio Ramos) wäre möglicherweise eine sinnvolle Verstärkung für den FC Bayern.

München - Ein Stürmer? Ein Außenverteidiger? Ein Innenverteidiger? Die Bayern-Fans rätseln, welche Spieler Carlo Ancelotti zu seinem Amtsantritt im Sommer mit nach München bringen wird. Das neueste Gerücht hat es in sich.

Dass der FC Bayern im Sommer keinen neuen Torhüter verpflichten wird, dürfte ziemlich sicher sein. Schließlich sind die Münchner mit Welttorhüter Manuel Neuer und Sven Ulreich zwischen den Pfosten bestens aufgestellt. Möglicherweise wird auch Tom Starke als Back up noch ein weiteres Jährchen dran hängen - im Kasten besteht also absolut kein Bedarf, personell tätig zu werden. Doch auf allen anderen Positionen ist jeglichen Spekulationen Tür und Tor geöffnet: Experten gehen davon aus, dass die Bayern auf jeden Fall einen Rechtsverteidiger verpflichten werden. Der Kauf eines neuen Stürmers dagegen könnte durch die angeblich bevorstehende Vertragsverlängerung von Robert Lewandowski zunächst einmal in den Hintergrund gerückt sein. Und was ist mit der Position in der Innenverteidigung? Hier handelt es sich schließlich um die Achillesferse der Bayern in dieser Saison - in erster Linie aus Verletzungsgründen. Jerome Boateng, Holger Badstuber, Javi Martinez, Medhi Benatia - sie alle fallen oder fielen lange Zeit aus und zwangen Trainer Pep Guardiola zur Improvisation. So kam es beispielsweise, dass Mittelfeldspieler Joshua Kimmich sich als zentraler Abwehrspieler (erfolgreich) ausprobieren durfte und darf.

Möglicherweise denken die Bayern-Bosse also darüber nach, sich im Sommer mit einem hochkarätigen Innenverteidiger zu verstärken. Wie die spanische Zeitung OK Diario berichtet, soll der künftige Trainer Carlo Ancelotti ein Auge auf einen ehemaligen Schützling bei Real Madrid geworfen haben: Pepe. Der Portugiese ist zwar schon 33 Jahre alt, gilt aber noch immer als einer der Top-Innenverteidiger in Europa. 2007 wechselte er vom FC Porto in die spanische Hauptstadt, sein aktueller Vertrag läuft bis 2017. Der robuste Kahlschädel könnte tatsächlich eine Lösung für die Bayern sein: Er bringt internationale Top-Qualität mit, würde aber auf Grund seines Alters nicht zwingend die erste Geige spielen müssen. Das würde zum einen Jerome Boateng seinen Status als Abwehrchef lassen, zum anderen hätten die verbleibenden Verteidiger genügend Luft, um ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen. OK Diario spricht von zehn Millionen Euro, die Real Madrid bei einem Transfer aufrufen würde. 

Nicht nur wegen dieser Summe kommen Erinnerungen an die Verpflichtung von Xabi Alonso auf: Auch der Spanier kostete zehn Millionen Euro, als er im Sommer 2014 ebenfalls von Real Madrid kam. Trotz seiner damals bereits 33 Jahre, half er den Bayern auf Anhieb - und setzt sich zum Verschnaufen zwischenzeitlich auch gerne einmal auf die Bank. Ähnlich könnte es mit Pepe funktionieren, zumal der Verteidiger von Carlo Ancelotti unheimlich geschätzt wird: In dessen Amtszeit zwischen 2013 und 2015 lief Pepe dem aufstrebenden Konkurrenten Raphael Varane deutlich den Rang ab und galt als gesetzt. Seinem Ruf als Raubein wird Pepe übrigens seit geraumer Zeit nicht mehr gerecht: In dieser Saison kassierte er in der Primera Division in bislang 16 Spielen fünf Gelbe Karten. In der vergangenen Runde waren es in 27 Spielen sogar nur derer vier. Seinen letzten Platzverweis erhielt er in der Saison 2011/2012.

Eine Verpflichtung des Routiniers ergäbe für den FC Bayern durchaus Sinn. Das denkt sich angeblich auch Juventus Turin. Angeblich soll auch die "Alte Dame" sehr an einer Verpflichtung Pepes interessiert sein. Neben vielen anderen Vorteilen haben die Bayern aber Carlo Ancelotti - und das könnte bei einem Angebot entscheidend für die Münchner sprechen.

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