Trainer räumt Fehler ein

Peps Taktik gegen Barca: Wider die eigene Natur

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Was sollte das mit der Dreierkette? Pep Guardiola.

München - Pep Guardiola ließ gegen Barca aus seiner Sicht taktisch falsch spielen – weil er musste. Immerhin gestand der Coach seinen Fehler ein.

Drei Niederlagen in Serie, das ist dem FC Bayern das letzte Mal vor vier Jahren passiert – wenig später war Louis van Gaal Historie. Pep Guardiola muss sich nun ebenfalls hinterfragen, allerdings ist auch klar, dass er in Barcelona aus seiner Sicht falsch spielen lassen musste.

Die Dreierkette stockte er bereits nach 15 Minuten auf, obwohl er wusste, dass es die Chancen auf ein eigenes Tor verringern würde: „Wir wollten das Spiel kontrollieren, das können Sie gegen Barcelona nicht, wenn Sie nur hinten verteidigen“, erklärte er, „gegen Barca kannst du nicht nur in der Tiefe verteidigen.“ Dennoch reagierte der Trainer auf den Angriffswirbel, er korrigierte seine Taktik, wider seine Natur. „Mit vier war es solider, aber dadurch wurde es schwerer, in deren Strafraum präsent zu sein.“ Kritiker sagen nun: Warum ein gewagtes Modell ersinnen und schnell verwerfen? Andere finden, es zeuge von Mut, einen Fehler auch einzugestehen und darauf zu reagieren.

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Neben der Dreierkette geriet in die Diskussion, dass es nur einen Wechsel gab – und noch dazu einen ungewöhnlichen. Thomas Müller aus der Partie zu nehmen, erwies sich bereits beim Pokal-Aus gegen Dortmund als fatal, und in Barcelona hatte sich der beängstigend rasch ausgepumpte Bastian Schweinsteiger bereits früh als Tauschkandidat empfohlen. Zudem erfolgte der Wechsel unmittelbar nach dem 0:1, was es erschwerte, sich zu sortieren.

„Ich respektiere die Spieler, die auf der Bank sitzen“, sagte Guardiola, der das Mittelfeld als „sehr gut“ bewertete und deutlich machte, dass die Alternativen trotz allen Respekts eigentlich keine gewesen wären. „Wir hätten noch Claudio Pizarro bringen können, um den Ball noch mehr zu kontrollieren. Aber er ist 36 Jahre alt. Deshalb habe ich entschieden, das nicht zu tun.“ Das klang nach Abschied vom Peruaner, der inzwischen zu denen im Kader gehört, die gegen einen Gegner wie Barcelona keine Hilfe mehr sind. Er ist wohl auch bald Geschichte, geht aber im Gegensatz zu van Gaal durch die Hintertür.  

awe

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