Fokus liegt jetzt auf dem Pokal-Halbfinale

Lahm vor Werder selbstbewusst: "Mache mir keine Sorgen"

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Philipp Lahm.

München - Am Ende stand ein deutliches 3:0 auf der Anzeigetafel der Allianz Arena, eine gelungene Generalprobe des FC Bayern vor dem Pokal-Halbfinale am Dienstag Abend (20.30 Uhr, Sky & ARD) gegen Werder Bremen – könnte man meinen.

Die Realität sah allerdings ein wenig anders aus, richtig zufrieden waren die Münchner trotz ihres ungefährdeten Erfolgs nicht.

„Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu langsam gespielt“, gab ­Philipp Lahm zu: „In der Pause wusste jeder, dass unser Spiel nicht gut war.“ Sein Trainer formulierte es noch ein wenig drastischer. „Ich bin ein bisschen traurig über unsere Leistung. Wir haben 35 Minuten Fußball gespielt, mehr nicht“, zeigte sich Pep Guardiola alles andere als einverstanden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Zwar sind die Bayern gegen Bremen klarer Favorit, doch ohne die nötige Einstellung prophezeite Pep seinen Stars Probleme: „Wir haben keinen Spieler wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, der 50, 60 Tore schießt. Wir müssen laufen, laufen, laufen.“ Was Guardiola seinen Stars damit sagen will: Ihr seid gut, aber freut euch nicht zu früh!

Zweimal Note 1: Bayern bezwingt mauerndes Schalke 

„Ich kann meine Spieler komplett verstehen. Aber es ist keine Entschuldigung, dass wir alle drei Tage spielen. Wir sind Profis, wir müssen jeden Tag Vollgas und das Beste geben“, sagte der Spanier nach der mittelmäßigen Vorstellung gegen schwache Schalker. Doch auch gegen die gewannen die Münchner in der ersten Halbzeit gerade mal 25 Prozent ihrer Zweikämpfe (Saison-Negativrekord!) – bis zum Spielende steigerten sie die Quote immerhin noch auf 38 Prozent. Doch viel wichtiger als mehr gewonnene Duelle waren in der zweiten Hälfte die drei Treffer. Robert Lewandowski (54., 65.) und der wieder einmal starke Arturo Vidal (73.) sorgten dafür, dass die Bayern schon am kommenden Wochenende in Berlin zum vierten Mal in Folge Meister werden können.

Müller als Elfer-Killer - Robben läuft und läuft

Party in Berlin – dieses Szenario peilen die Bayern einen Monat später auch an, wenn am 21. Mai in der Hauptstadt das Pokalfinale steigt. Die abstiegsbedrohten Bremer sollen da nicht zum Stolperstein werden. „Wir müssen auf jeden Fall besser und schneller spielen als gegen Schalke“, weiß Lahm und glaubt fest an den Finaleinzug: „Wir sind gut drauf, deswegen mache ich mir keine Sorgen.“ In der Liga fegte der Rekordmeister die Bremer Mitte März mit 5:0 vom Feld, morgen würde ihnen schon ein einfaches 1:0 reichen. Doch viel wichtiger als das Ergebnis ist den Roten ihre Leistung – auch mit Blick auf das CL-Halbfinale gegen Atlético Madrid. „Die wichtigste Phase der Saison kommt jetzt. Wir müssen alles geben, was wir haben“, forderte Robert Lewandowski. Und sich dabei ja nicht zu früh freuen… 

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