Für die neue Saison

Lewandowski kündigt Großes an

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Robert Lewandowski.

München - Die Bayern müssen sich nach der Niederlage in Freiburg Vorwürfe der Konkurrenz anhören. Unterdessen kündigt Robert Lewandowski an, dass nächste Saison (noch) viel besser wird als diese.

Es soll auch Tage geben, an denen Thomas Müller die Spucke wegbleibt. Samstag zum Beispiel war so ein Tag. Das Statement des 25-Jährigen nach dem 1:2 in Freiburg fiel für seine Verhältnisse relativ knapp aus: „Heute könnt ihr euch mal mit einem anderen vergnügen“, grinste er die Journalisten an und stieg in den Bus. Immerhin hatte er seinen Humor nach der dritten Ligapleite in Folge (gab’s zuletzt 1998 unter Trapattoni) nicht verloren. Da sah es bei Jerome Boateng schon anders aus. Der Innenverteidiger angefressen: „Wenn du in der letzten Minute ein Gegentor kriegst, dann geht das überhaupt nicht. Das darf dir als Deutscher Meister nicht passieren.“

Eine Meinung, die Dirk Dufner teilte – wenn auch aus anderem Grund. Der Manager von Hannover 96 hätte sich natürlich einen Sieg des FCB beim Abstiegskonkurrenten aus Freiburg gewünscht, warf dem Meister deswegen vor, im Breisgau nicht mit den nötigen Ernst aufgetreten zu sein. Dufner: „In der Regel werden in der Liga ja alle von Bayern hingerichtet. Jetzt ist es plötzlich ganz anders .“ Und weiter: „Möglicherweise stellen bald vier, fünf Vereine den Antrag, gegen Bayern nur in den letzten Spielen antreten zu wollen.“ Klaus Allofs pflichtete ihm bei. „Bisher waren die Bayern ein Vorbild was Professionalität angeht, aber diese Professionalität sieht man in den letzten Wochen nicht. Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie sie die Punkte zuletzt teilweise hergeschenkt haben oder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Ich verstehe schon, dass einige Klubs mächtig sauer sind.“, so der Wolfsburg-Manager im Doppelpass.

Bayern patzt in Freiburg: Bilder und Noten

Schwere Vorwürfe gegen den Rekordmeister, dessen Sportvorstand Matthias Sammer zum Thema Wettbewerbsverzerrung bei Sky Folgendes gesagte hatte: „Ich habe dafür Verständnis und sehe das nicht negativ. Es geht um Existenzen, das wissen wir. Aber im Hinblick auf die Champions League mussten wir in den letzten Wochen auch auf uns schauen. Wir wollten immer gewinnen, aber wir sind nicht perfekt.“ Siegen wollten die Roten auch in Freiburg, aber Pokal- und Königsklassen-Aus haben ihre Spuren hinterlassen. „Es ist völlig normal, dass sie nicht mehr an die Leistungsgrenze kommen“, so Ex-Bayer Thomas Strunz zu den roten Fairlierern. Freiburgs Felix Klaus ergänzte: „Die sind einfach kaputt. Es wäre Schwachsinn, da etwas reinzuinterpretieren.“

Und was sagen die Zahlen? Die zeigen, dass Bayern das dominierende Team war und zumindest statistisch fair gegenüber der Liga war: 17:9 Torschüsse, 10:2 Ecken, 72 Prozent Ballbesitz – die Bayern haben es immerhin versucht, wenn auch vielleicht nicht mit letztem Einsatz.

Bleibt noch das Mainz-Spiel kommenden Samstag. Boateng: „Das sollten wir sehr positiv gestalten, gerade weil es ja auch die Meisterfeier ist. Das sind wir den Fans absolut schuldig.“ Um dann mit guter Stimmung auf den Rathausbalkon zu steigen und die dritte Meisterschale in Folge zu feiern. Und Robert Lewandowski versprach: „Die nächste Saison wird noch besser als diese!“

lop

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