Rummenigge warnt vor Hexenkessel

"Andere haben hier ihr blaues Wunder erlebt"

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Karl-Heinz Rummenigge.

München/Piräus - Die Anreise nach Piräus verlief holprig für den FC Bayern. Hoffentlich überträgt sich das nicht auf den Platz. Karl-Heinz Rummenigge warnt schon mal.

Ein bisschen holprig lief es Dienstag Mittag noch, als der FC Bayern zu seiner ersten Champions-League-Dienstreise in dieser Saison aufbrach. Im Gegensatz zum mühsamen 2:1 am vergangenen Samstag gegen den FC Augsburg traf die Stars des Rekordmeisters diesmal keine Schuld. Der für elf Uhr geplante Abflug nach Athen verzögerte sich, die Maschine war noch nicht startklar. Während Pep Guardiola sich mit seinem Vertrauten Manel Estiarte auf eine Sitzbank ein Stück abseits des Gates zurückzog, waren Thomas Müller & Co. bei den anwesenden Anhängern als beliebte Fotomotive gefragt. Als der Flieger mit knapp einstündiger Verspätung in Richtung Griechenland abhob, konnten es sich die Protagonisten im Airbus A 321 bequem machen. Einen besonders guten Platz hatte sich Jerome Boateng ausgesucht, der 1,92 Meter große Abwehrhüne hatte in der Reihe vor dem Notausgang ein bisschen mehr Beinfreiheit als seine Kollegen. Vielleicht zahlt sich das heute Abend aus, wenn die Münchner zum Start der Königsklasse auf Olympiakos Piräus treffen (20.45 Uhr, Sky und ZDF). In der vergangenen CL-Saison war es nämlich Boatengs rechter Fuß, der in der 90. Minute den 1:0-Siegtreffer gegen Manchester City herbeiführte und dem FCB einen Auftakt nach Maß bescherte. Und nicht anders soll es heute auch laufen. „Wenn wir unsere Leistung über 90 Minuten abrufen kann es nur einen Sieger geben“, sagte Kapitän Philipp Lahm.

Fast gefährlicher als die Mannschaft des Gegners wirkt das Stadion in Athens Hafenviertel. Das Karaiskakis-Stadion ist ein echter Hexenkessel, Pyrofackeln und Rauchbomben gehören in der 33 300 Zuschauer fassenden Arena ebenso zum Inventar wie die fanatischen Fans von Olympiakos. „Andere große Vereine haben hier schon ihr blaues Wunder erlebt“, sagte Karl-Heinz Rummenigge vor der Reise nach Piräus. „Das wollen wir vermeiden.“ Von der unglaublichen Atmosphäre werde sich das Team aber nicht beeinflussen lassen, ist sich der Vorstandsvorsitzende der Roten sicher: „Die Stimmung ist aufgeheizt, aber eine Mannschaft mit so großer Erfahrung wie wir darf sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Bis auf die bekannten Ausfälle – Rummenigge rechnet mit einer Ribéry-Rückkehr noch in diesem Jahr – waren alle Stars an Bord, Mario Götze ebenso wie Javi Martínez. Die große Unbekannte ist vielmehr das Team von Olympiakos. Trotz des fünften Meistertitels in Folge gab es im Sommer einen großen Umbruch. Mehr als ein Dutzend Spieler verließen den Verein, der ebenso wie viele Neuzugänge auch Coach Marco Silva präsentierte. Die sportliche Qualität der Griechen allein wird nicht reichen, um dem FCB Paroli zu bieten. Doch wozu sie vor heimischer Kulisse imstande sind, haben sie in der vergangenen CL-Saison bewiesen. Alle drei Spiele im Karaiskakis-Stadion gewann Olympiakos, auch der spätere Finalist Juventus Turin fuhr mit einer 0:1-Niederlage wieder nachhause.

„Ich traue den Bayern absolut zu, wieder eine sehr gute Rolle zu spielen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Das sieht auch Lahm so: „Wenn wir in einem Wettbewerb antreten, wollen wir ihn gewinnen. Die Statistik jedenfalls besagt nur Gutes: Die letzten elf Auftaktspiele hat der FCB allesamt gewonnen – neun davon sogar zu null. Ein gutes Omen für Pep Guardiola, für den es die vorerst letzte Chance auf den Henkelpott als Bayern-Trainer ist.

sw

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