"Ganz neu für mich"

Sebastian Rode hat nun Robben-Erfahrung

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Sebastian Rode feierte gegen Hertha BSC sein Comeback nach über zwei MOnaten Pause.

München – Von hinten, im Schneeregen und noch dazu im Flutlicht der Allianz Arena, kann man Sebastian Rode schon mal verwechseln. Es gibt so ein paar Spieler, die sich beim FC Bayern auf dem Feld ähneln, wenn man nicht genau hinsieht.

Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos gehörten einst dazu, Kingsley Coman und David Alaba nun, seitdem sie dieselbe Haarfarbe tragen, auch. Und Rode hat auf den ersten Blick eben einige ähnliche Züge wie Arjen Robben – auch wenn er zweifelsohne noch ein paar Haare mehr auf dem Kopf hat.

Als Sebastian Rode also am Samstag beim Stand von 2:0 gegen Hertha an der Seitenlinie stand, dachten viele kurz an Robben. Genaueres Hinsehen brachte Aufklärung – und auch so gab es in diesem Moment (außer der Tatsache, dass Robben gar nicht im Kader stand) einen gravierenden Unterschied zwischen den beiden Bayern-Spielern: Robben hat große Erfahrungen mit Comebacks nach langen Zwangspausen. Rode nicht.

„Das war ja eine ganz neue Erfahrung für mich, solange war ich noch nie raus, seit ich bei Bayern bin“, sagte der 25-Jährige nach seinem ersten Einsatz seit Mitte September. Zwei Mal erst durfte er in dieser Saison bis Samstag auflaufen, bei seinem letzten Einsatz (dem einzigen von Beginn) gelangen ihm in Darmstadt sogar ein Tor und eine Vorlage. Trotzdem blieb für den Mittelfeldspieler danach nur ein Platz auf der Bank, ehe er mit einer Sehnenreizung im Oberschenkel knapp 50 Tage pausieren musste.

Gegen Hertha war Rode so, wie man ihn kennt. Giftig, zweikampfstark, voller Elan. „Es waren erst ein paar Minuten“, sagte er, gab aber zu: „Ich bin froh, dass nun alles in Ordnung ist.“ Stück für Stück wolle er nun „wieder reinkommen. Und das war ein ordentlicher Anfang.“

Rode suchte den schnellsten Weg aus der Arena, redete nur widerwillig. Er will erst mal Taten auf dem Platz sprechen lassen. Obwohl er – vor allem aufgrund des Zugangs von Joshua Kimmich – in der Gunst von Pep Guardiola abgerutscht ist und Einsätze eher rar bleiben werden, denkt er aber angeblich nicht an einen Abgang im Winter. „Ich plane keinen Wechsel, und der Verein plant mit mir“, sagte er. Sein Vertrag läuft bis 2018 – ein Jahr länger als der von Robben. 

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