Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter

19:0 Tore: Nach der Pause drehen die Bayern auf

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Trotz Mülllers verschossenem Elfer feiern die Bayern am Ende einen ungefährdeten 3:0-Sieg in Mainz.

München - Der FC Bayern zeigt in der bisherigen Bundesliga-Saison in den Spielen zwei Gesichter: In der ersten Halbzeit hapert es noch, aber im zweiten Durchgang ballern die Münchner ihre Gegner nieder.

Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht – doch am Samstag feierten einzig die Bayern in der Karnevalshochburg. 3:0 (0:0) siegten die Münchner beim FSV, am Ende war alles wie immer. Die FCB-Stars sangen und lachten mit ihren Fans in der Kurve. Die durften den siebten Sieg im siebten Spiel bejubeln, mussten sich allerdings auch in der Coface-Arena wieder in Geduld üben. Nach einer verhaltenen ersten Hälfte ging es torlos in die Pause, ehe die Roten richtig aufdrehten. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass der Rekordmeister in zwei Halbzeiten zwei verschiedene Gesichter aufsetzte.

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„Mainz ist eine aggressive Mannschaft, die gut anläuft und die Räume eng macht“, versuchte Philipp Lahm die etwas schwerfällige erste Hälfte zu erklären. Matthias Sammer sprang seinem Kapitän prompt zur Seite. „Ich fand die Mainzer in der ersten Halbzeit Wahnsinn, wie sie verteidigt haben, wie sie gelaufen sind“, lobte der Sportvorstand den Gegner. Doch auch schon gegen Augsburg und Wolfsburg taten sich die Münchner vor der Pause schwer, ebenso wie in der Königsklasse beim 3:0 gegen Piräus. Lahm gab zu: „Zurzeit kommen wir nicht immer so rund ins Spiel rein.“

In der Tat: Die Halbzeitbilanz des FC Bayern liest sich in dieser Saison bescheiden. Bei einem Torverhältnis von 4:3 würden sie zur Pause gerade einmal mit elf Punkten dastehen – doch zum Glück gibt es ja noch eine zweite Hälfte. Da ballern die Bayern richtig los. Satte 19:0 Tore sorgen dafür, dass sie mit 21 Zählern von der Tabellenspitze grüßen. Lassen die Roten ihre Gegner absichtlich zappeln, bevor sie sie erlegen? „Nein“, wiegelt Lahm ab, „wir hätten auch in der ersten Halbzeit gerne das 1:0 genommen. Aber es ist kein Wunschkonzert.“

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Doch inzwischen haben auch der FCB-Kapitän und seine Kollegen erkannt, dass sie jedem Kontrahenten mit zunehmender Spieldauer die Kraft rauben. „Manchmal muss man die Gegner müde spielen. Das ist in der zweiten Halbzeit der Fall gewesen“, erklärte Jerome Boateng und Lahm pflichtete ihm bei: „Vor allem die Angriffsspieler unserer Gegner müssen viel laufen, viel defensiv arbeiten. Dann gibt es für uns in der zweiten Halbzeit natürlich viele Räume. Und da haben wir dann die Qualität, um diese auszunutzen.“ Das gelingt sogar in Unterzahl, wie die Münchner in Hoffenheim bereits eindrucksvoll unter Beweis stellten. „Die Tatsache, dass wir gut dastehen, dass alles ein bisschen prima ist, ist extrem harte Arbeit“, betonte Sammer. Über 90 Minuten wohlgemerkt – nur den Lohn fahren die Roten erst am Ende ein.

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