Bayern hakt Pleite in London ab

Thiago: Freche Antwort nach blöder Frage

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Thiago (r.) konnte sich in der Mixed-Zone eine etwas freche Antwort auf eine Frage nicht verkneifen.

München - Beim FC Bayern hat man die Niederlage beim FC Arsenal schnell abgehakt. Nur Thiago schien nach dem Spiel etwas angefressen zu sein und gab einem Journalisten eine etwas unschöne Antwort auf eine Frage.

Man soll den Teufel eben nicht an die Wand malen. Keine Woche ist es her, da hatte Pep Guardiola noch gesagt: „Wir werden auch mal wieder unentschieden spielen oder verlieren.“ Zweimal schlug der Blitz im Emirates ein, leider zweimal mitten in den Kasten von Manuel Neuer. Die Stimmung hernach im noblen Landmark-Hotel bei israelischem Couscous und geschmorter Entenkeule war dennoch nicht gedrückt. Warum auch? Zum einen hatten die Roten das Geschehen in London über 90 Minuten dominiert, zum anderen stehen die Münchner auch nach dem Ausrutscher bei den Gunners weiterhin auf Platz eins der Gruppe F. Das sah auch der Boss des FC Bayern so.

„Es ist nichts Dramatisches passiert“, sagte Karl-Heinz Rummenigge kurz vor Mitternacht im edel hergerichteten Ballroom des Hotel Landmark. „Wir sind immer noch Tabellenführer in der Gruppenphase und haben jetzt in zwei Wochen beim Rückspiel wieder die Chance, die Dinge vom Ergebnis her zu korrigieren.“ Zur Leistung von Thomas Müller & Co. wollte der Münchner Vorstandsboss auch noch etwas loswerden. „Ich bin eigentlich kein Freund davon, Niederlagen schönzureden, weil ich an Niederlagen einfach nichts Schönes und Gutes finden kann“, sprach Rummenigge ins Mikro. „Aber ich denke, dies war eine Niederlage, bei der die Mannschaft trotzdem mit erhobenem Haupt vom Platz gegangen ist.“ Tosender Applaus.

Pressestimmen: "Und sie sind doch schlagbar"

Kaum waren die Worte gesprochen und das Buffet eröffnet, richteten die Bayern auch schon wieder den Blick nach vorne. Sie haben auch guten Grund dazu. Nach dem Startrekord kann der FCB sich am Samstag gegen Köln erneut in die Geschichtsbücher eintragen. Ein Dreier gegen die Geißböcke wäre nicht nur der zehnte in der laufenden Saison, sondern auch der 1000. insgesamt in der langen Bundesliga-Geschichte des Rekordmeisters. Solche Rekorde nimmt man ja an der Säbener Straße derzeit besonders gern mit. „Auch das wäre ein Rekord, den keiner in der Bundesliga und in dieser Republik erreicht hat“, so Rummenigge. „Ich wünsche euch viel Glück dazu.“

Ob Pep Guardiola diese Ziffer ebenso viel bedeutet wie dem Bayern-Boss, darf bezweifelt werden. Der spanische Trainer hat ja bereits festgehalten, dass ihm schönes Spiel wichtiger ist als Ergebnisse, weshalb er in der englischen Hauptstadt vor allem mit Zweierlei nur bedingt zufrieden sein dürfte. Stichwort Konteranfälligkeit und Chancenverwertung. Zu Tagesordnungspunkt eins äußerte sich Thiago. „Uns war bewusst, dass sie gut kontern, aber wir hatten in der zweiten Hälfte alles unter Kontrolle“, so der Spanier. „Wir haben das Spiel bei einem Standard verloren, nicht weil wir ihre Konter nicht kontrolliert hätten.“ Vorne müsse man sich „natürlich an die eigene Nase fassen, dass wir keine einzige gemacht haben“, gab Thomas Müller bei TOP zwei zu. „Beim Fußball, egal wie man ihn spielt, wird man ohne Tore nach dem Spiel nie Schulterklopfer haben.“

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Thiago hätte einem Journalisten am liebsten woanders hingeklopft. Was es für ihn bedeute, wollte dieser vom Spanier wissen, dass man nun nicht mehr ungeschlagen sei. Thiago fasste sich ziemlich kurz. „Una mierda pinchada en un palo“, lautete seine Antwort. Auf gut Deutsch: „Ein auf einem Stecken aufgespießter Haufen.“ Noch Fragen?

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