Neuer Schwierigkeitsgrad für die Bayern-Stars

Hier kreist alles nur um die Präzision

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Bayern dreht sich im Kreis… Pep beim Kreisspiel „Rondo“.

München - Es ist schon seit Jahren die Lieblingsbeschäftigung der Bayern-Stars im Training – das Rondo-Spielchen. Das Kreisspiel, das es schon zu Zeiten von Louis van Gaal und Jupp Heynckes gab, ist auch bei Pep Guardiola fester Bestandteil jeder Trainingseinheit.

Es ist schon seit Jahren die Lieblingsbeschäftigung der Bayern-Stars im Training – das Rondo-Spielchen. Die Aufwärmübung, bei der zwei Spieler im Kreis dem Ball nachjagen, während die anderen ihn laufen lassen. Und immer noch feixen die hochbezahlten Profis jedes Mal aufs Neue wie kleine Kinder, wenn sie ihre Kollegen dabei alt aussehen lassen. Das Kreisspiel, das es schon zu Zeiten von Louis van Gaal und Jupp Heynckes gab, ist auch bei Pep Guardiola fester Bestandteil jeder Trainingseinheit. In den vergangenen beiden Jahren haben die Roten das Rondo nahezu perfektioniert. Mal als Fünf-gegen-Zwei, mal als Vier-gegen-Vier mit zwei freien Spielern. Jetzt scheint es, als hätte sich ihr Coach einen neuen Schwierigkeitsgrad ausgedacht. 

Ab sofort heißt es beim FC Bayern nicht nur Rondo, sondern wird auch im Rondo gespielt. Zwischen zwei Trainingsplätzen an der Säbener Straße gibt es jetzt ein kreisförmiges Feld, in dem Pep seine Stars gestern dem Ball nachjagen ließ. Noch präziser soll das Passspiel bei höchstem Tempo dadurch werden. Rollt die Kugel ein paar Zentimeter aus dem Kreis, ist die Ballstafette beendet. Auswahlschritte, um ungenaue Zuspiele zu retten, gibt es nicht mehr. Bestimmte Spielformen benötigen nunmal besondere Spielfelder. Das war schon bei van Gaal so. Der Holländer teilte den Platz an der Säbener Straße damals in Zonen ein, um die Spieler für sein ballorientiertes Positionsspiel zu sensibilisieren.

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Rund 150 Anhänger beobachteten die 90-minütige Einheit, die Pep aufgrund der warmen Temperaturen auf 9 Uhr vorverlegt hatte. Auch am Dienstag trainieren die Münchner wieder so früh. Einzig Sebastian Rode fehlte, Thiago absolvierte ein individuelles Programm. Am Ende der Woche stoßen auch die noch im Urlaub weilenden Nationalspieler wieder zum Team, ohne die verletzten Franck Ribéry, Holger Badstuber, Dante und Jan Kirchhoff stehen Pep dann 24 Spieler zur Verfügung. 

Dennoch gilt es nach tz-Informationen als beschlossen, dass einige Spieler der FCB-Reserve mit ins Trainingslager nach China fliegen. Wie die tz erfuhr, haben die Münchner für elf Amateure ein Visum beantragt. Möglicherweise handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, sollten sich noch Profis vor der Abreise verletzen. Wahrscheinlicher ist aber, dass Guardiola die Nationalspieler im Fernen Osten noch nicht voll ins Teamtraining integrieren will, sondern zunächst dosiert arbeiten lässt. So will er Verletzungen vorbeugen. Eine Saison wie die vergangene will er nicht noch mal erleben. „Mein Traum ist, dass der ganze Kader fit ist“, sagte Pep vor Kurzem. Noch muss er sich dafür allerdings gedulden.

Sven Westerschulze

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