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Zwei Favoriten auf Lewandowski-Nachfolge beim FC Bayern: „Vielleicht den größten Schritt gemacht“

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Von: Alexander Kaindl

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Sollte Robert Lewandowski den FC Bayern verlassen, brauchen die Münchner einen Nachfolger. Transfer-Experte Marius Soyke sieht aktuell zwei Kandidaten.

München - Die sportliche Geschichte dieser Saison ist längst erzählt. Der FC Bayern München ist zum zehnten Mal in Folge Deutscher Meister geworden. Die großen Endspiele bestreiten im Mai 2022 aber andere Mannschaften - und genau das ist der Grund, warum es für die Roten keine außergewöhnliche Saison ist.

Das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal, dazu das peinliche Scheitern gegen Villarreal in der Champions League: beides trübt die Meisterfreuden. Und natürlich sind die ausbleibenden Titel nicht das einzige große Gesprächsthema dieser Tage. Klar, es geht um die Zukunft des Kaders.

FC Bayern München: Zukunft völlig offen - was wird aus Robert Lewandowski?

Mit der Verlängerung von Thomas Müller ist dem FC Bayern ein erster signifikanter Schritt gelungen. Sein Vertrag wäre am 30. Juni 2023 ausgelaufen. Neben Müller gibt es drei weitere Spieler, deren Arbeitspapiere auf dieses Datum fixiert sind - und die im Gegensatz zum Ur-Bayern (bis Juni 2024) noch nicht verlängert haben: Manuel Neuer, Serge Gnabry und Robert Lewandowski.

Vor allem die Zukunft des Weltfußballers scheint offener zu sein als jemals zuvor. Lewandowski wird immer wieder mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht. Aktuell gibt es drei Optionen zur Zukunft des Polen: Verkauf im Sommer 2022, ablösefreier Abgang im Sommer 2023 oder Verlängerung beim FC Bayern. Tendenz? Völlig unklar!

Jubelt Robert Lewandowski auch in Zukunft für den FC Bayern München?
Jubelt Robert Lewandowski auch in Zukunft für den FC Bayern München? © Laci Perenyi / Imago

Robert Lewandowski: Wer könnte ihn beim FC Bayern ersetzen?

Seit Wochen werden schon mögliche Nachfolger Lewandowskis diskutiert. Es gibt sogar eine Liste mit neun potenziellen Kandidaten. Als möglicher Favorit gilt Sébastien Haller von Ajax Amsterdam. Aber auch Patrik Schick werden Chancen eingeräumt. Er habe schon zu „Serie-A-Zeiten an Lewandowski erinnert“, sagt Marius Soyke, Experte von transfermarkt.de, gegenüber tz.de und Merkur.de über den Leverkusener Goalgetter.

Soyke sieht neben Schick noch einen anderen vielversprechenden Stürmer, der in Lewandowskis immense Fußstapfen treten könnte: Darwin Núñez. Der schießt in Portugal aktuell alles kurz und klein, hat bei Benfica Lissabon in dieser Saison 34 Tore in 41 Spielen erzielt. Der Stürmer ist ein Versprechen für die Zukunft.

Schick und Núñez als vielversprechendste Kandidaten für den FC Bayern München?

Soyke sieht deshalb einen möglichen Zweikampf in Sachen Lewandowski-Nachfolge beim FC Bayern: „Meiner Meinung nach sollte es sich aus Hasan Salihamidzics Sicht zwischen Schick und Núñez entscheiden. Der Uruguayer hat diese Saison unter allen Top-Stürmern vielleicht den größten Schritt gemacht und bietet ein starkes Gesamtpaket aus Alter (22) und Quote. Die Konkurrenz um Núñez ist aber groß und ein Werben für 2023 könnte bereits zu spät sein.“

Müssen die Bayern also sofort tätig werden? Gerüchten zufolge soll unter 70 Millionen Euro Ablöse bei Núñez gar nichts gehen. Zu viel für die Münchner, falls man Lewandowski nicht für eine ähnliche Summe transferiert bekommt. Einen Lewandowski-Verkauf im anstehenden Sommer bewertet Soyke wiederum als „unwahrscheinlich“. Die Lage bleibt verzwickt, die kommenden Transfer-Wochen werden spannend. (akl)

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