Fast alle Stars sind wieder fit

Keiner will auf die Bank: Was macht Pep jetzt?

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Es wird eng in der Offensive angesichts von Superstars wie Robben, Costa, ­Coman oder Lewandowski.

München - Fast alle Stars beim FC Bayern sind wieder fit. Jetzt hat Pep Guardiola die Situation, die er sich immer gewünscht hat. Die Frage ist nur: Wie managt der Coach sein Überangebot an absoluten Top-Spielern?

Arjen Robben hatte es am Mittwochabend eilig. Erst auf dem Rasen, anschließend in der Mixed Zone. Ebenso schnell wie er nach seiner Einwechslung nur 37 Sekunden später zum 4:0 traf (55.), verschwand der Niederländer aus den Katakomben der Arena. „Ich rede beim nächsten Mal“, ließ der schnellen Schrittes davoneilende Blitz-Knipser wissen, ehe ihm zumindest noch ein Satz über seinen Treffer über die Lippen huschte: „Das war schön.“

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Mehr war dem 31-Jährigen nicht zu entlocken, dabei gab es einige interessante Gesprächsthemen. Allen voran sein Tor, aber auch seinen Jubel und die Nichtberücksichtigung in der Startelf. Zwar kehrte Robben erst vor zwei Wochen nach fast zwei Monaten Verletzungspause zurück auf den Rasen, doch wer den Vollblutfußballer kennt, weiß, dass er am liebsten in jedem Spiel von Anfang an ranwill. Nach dem Pokalspiel in Wolfsburg saß Robben gegen Arsenal im zweiten Spitzenspiel innerhalb einer Woche auf der Bank – das schmeckte ihm überhaupt nicht. Nach seiner Einwechslung ließ er umgehend Taten folgen und machte Pep Guardiola damit gleich auf sein neues Luxusproblem aufmerksam. Die geballte Angriffs­power der Bayern kann der Spanier kaum noch bändigen. Alle Offensivstars auf einmal loslassen? Unmöglich.

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Dabei hatte Pep schon extrem offensiv aufgestellt, hinter Lewandowski wirbelten Müller, Costa, Thiago und Coman. Jetzt will auch Robben zurück in die erste Elf – und Guardiola muss seine Stars bei Laune halten. Eine Aufgabe, die er seit seinem Amtsantritt im Sommer 2013 förmlich herbeisehnt. „Den ganzen Kader fit zu haben, das ist mein Traum“, sagte der 44-Jährige beim Trainingsauftakt der Roten Anfang Juli. Langsam kommt er ihm immer näher.

In der Offensive hat Pep inzwischen fast alle Stars beisammen. Einzig Mario Götze und Franck Ribéry fehlen noch. Doch während der Weltmeister erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen wird, könnte es mit einem Comeback des Franzosen noch vor der Winterpause klappen. „Wir warten auf ihn und freuen uns mit ihm. Hoffentlich geht alles gut“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer, ohne einen genauen Termin nennen zu wollen. Viel angriffslustiger als in den vergangenen Spielen, in denen die Münchner teilweise im 2-3-5-System attackierten, kann Guardiola seine Mannschaft nicht mehr ausrichten. Auch wenn sich die Gegner von Woche zu Woche weiter einigeln, darf er die Defensive nicht außer Acht lassen. Und da bahnt sich das nächste Luxusproblem an. Neben Medhi Benatia, der gegen Arsenal zum ersten Mal seit Ende August wieder auf dem Platz stand, kehrte auch Holger Badstuber nach langer Leidenszeit zurück in den Kader. Der Kampf um die Stammplätze ist beim FCB neu entfacht. Wenn die Gegner Guardiola nicht mehr fordern, müssen es jetzt die eigenen Spieler tun.

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