Und der Kaiser hat Sorge

Ribéry wieder verletzt: Kein Spiel mehr 2015

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Franck Ribéry.

München - Neun Monate hat es gedauert, bis Franck Ribéry nach seiner komplizierten Sprunggelenksverletzung wieder eingreifen konnte. Jetzt hat der Franzose zwei Mal gespielt - und fällt schon wieder aus.

Nach seinem Comeback am vergangenen Wochenende, als er bei der 1:3-Niederlage in Mönchengladbach eingewechselt worden war und dabei gleich einen Treffer erzielt hatte, stand Franck Ribéry beim Champions-League-Spiel in Zagreb am Mittwoch erstmals seit 11. März wieder in der Startformation des Rekordmeisters. Doch das war schon wieder zu viel: Der Franzose musste in Kroatien in der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Zunächst wurde vermutet, Trainer Pep Guardiola wolle den Superdribbler schonen und ganz langsam wieder an das Tempo bei den Bayern heranführen. Doch jetzt wurde bekannt, dass Ribéry offenbar Schmerzen im linken Oberschenkel hatte. Die ungewohnte Belastung hat zu Muskelbeschwerden geführt. 

Die Konsequenz: Ribéry fällt für die restlichen drei Spiele in diesem Jahr aus. Das bestätigte der FC Bayern auf seiner Webseite. Der Spieler selbst hatte zuvor bereits angedeutet, dass es zumindest für das Derby am Samstag gegen den FCI nicht reichen wird. "Es könnte sein, dass ich gegen Ingolstadt pausiere", hatte der Franzose der Bild-Zeitung gesagt. Und als ob er sich zwingen müsse, sich zu bremsen, fügte er hinzu: "Wir müssen langsam machen, auch wenn ich mehr, mehr, mehr will." 

Offenbar war dieses "mehr" in den vergangenen Tagen schon zu viel.

Der neuerliche Rückschlag bestärkt Franz Beckenbauer in seiner These, wonach Ribéry in Zukunft wohl nicht mehr ganz auf dem Niveau spielen wird, wie in der Vergangenheit. Der "Kaiser" sagte bei Sky zwar, dass Ribéry der Mannschaft künftig "sicherlich noch helfen wird", schränkte aber auch ein: "Vielleicht nicht mehr so viel wie früher, wo er immer gespielt hat. Ich würde nicht sagen, dass er verbraucht ist, aber er ist oft an die Leistungsgrenze gegangen."

Dauerhafte Weltklasseleistungen traut Beckenbauer dem Franzosen offenbar nicht mehr zu. Punktuell werde er seine Ausnahmeklasse aber noch zeigen können, so Beckenbauer. "Ich wünsche ihm, dass er in einigen Spielen der Mannschaft noch richtig helfen kann."

In diesem Jahr wird das aber nicht mehr der Fall sein.

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